JU

Glücksschwein, Foto: JU

Mit diesem Glücksschweinchen möchte ich Euch für das Jahr 2009 viel Glück wünschen.

In England sind Schweine als Glücksbringer wohl gänzlich unbekannt, was mich im ersten Augenblick unserem englischen Gast Rachel gegenüber in Erklärungsnotstand brachte warum wir zu Neujahr Glücksschweine verschenken. Warum sollten Schweine Glück bringen? Die erste Erklärung die ich mir ausdachte (bzw. aus den Tiefen meines Unbewußten ans Tageslicht beförderte) war wohl auch die zutreffende: Schon bei den Germanen war der Eber ein heiliges Tier und wer ein Schwein hatte war reich. Zudem ist es ein Symbol für Fruchtbarkeit. Der Ausdruck „Schwein haben“ dagegen bezieht sich wohl auf die Bezeichnung „Sau“ für das As im Kartenspiel, die im 16. Jahrhundert gebräuchlich war  . Auch als Trostpreis bei Ritterspielen im Mittelalter bekam der letzte ein Schwein als Trostpreis und hat somit dann schlussendlich doch „Schwein gehabt“. Näheres zum nachlesen wie immer bei wikipedia .

Das skurrilste (und lustigste) was mir zum Thema Schwein untergekommen ist, ist die Seite vom Häkelschwein . Rund um das Häkelschwein hat sich eine Fangemeinde gebildet und es gibt allerlei Artikel zum gehäkelten Schwein. Auch in Kunst und Literatur ist das Häkelschwein nicht mehr wegzudenken und wenn Euch diese tragende Säule der abendländischen Kultur bisher entgangen ist, dann sollten Ihr zu den Vorsätzen zu Neujahr vielleicht den ein oder anderen Galerie- oder Theaterbesuch hinzufügen. Aber lassen wir einen Kritiker zu Wort kommen: „Seine intrinsische Dissubjektivität begeistert durch die visuelle Eloquenz seines manieristischen Duktus. Und das bei einem Schätzwert von 1.000$ pro Fremdwort. “ (Quelle: klickt hier)

 

Update Häkelschwein am 8. März: Das Häkelschwein grunzt nicht nur es zwitschert auch auf Twitter: @haekelschwein

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