Wer glaubt, dass nur Lebewesen die ein Gehirn besitzen miteinander kommunizieren können, wird sich durch das folgende Video der Mikrobiologin Bonnie Basler eines Besseren belehren lassen „dürfen“. Obwohl 18 Minuten lang (und leider nur in englisch zu finden) kann ich nur empfehlen, es sich in Ruhe und bis zum Ende anzuschauen.

Prof Bassler erzählt von der faszinierenden Art und Weise, wie eine der primitivsten Lebensformen überhaupt, Bakterien, über chemische Prozesse miteinander kommunizieren und Gruppenprozesse starten. Nebenbei lernt man noch etwas über die Anzahl von Bakterien im menschlichen Körper (wesentlich mehr als Körperzellen), über Zellteilung, gute Bakterien und schlechte Bakterien und wie es zum Krankheitsausbruch kommt.

Bakterien nutzen zwei verschiedene Sprachen, eine zum kommunizieren mit „Familienangehörigen“ und eine zweite, die von allen Bakterienstämmen verstanden wird. BB nennt es eine Art Bakterien Esperanto.

Das Wissen um diese Bakterien Kommunikation könnte dazu dienen, die nächste Generation von Antibiotika zu entwickeln. Darüber hinaus könnten Verfahren entwickelt werden, die im Körper ansässigen nützlichen Bakterien gezielt zur Unterstützung unserer Gesundheit einzusetzen.

Ein absolut spannendes Wissenschaftsvideo, das ein trockenes und kompliziertes Thema gut verständlich und ungemein spannend rüberbringt, präsentiert von einer unglaublich sympathischen und mitreißenden Wissenschaftlerin.

 Bonnie Bassler  ist Professorin für Mikrobiologie  in Princeton.

 Auf das Video aufmerksam wurde ich im Blog von Achter 

Nachtrag, 2.11.2009:  Artikel aus BDW: „Bakterien bauen gemeinsames Schutzschild gegen Immunzellen auf“

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