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Auf der gestrigen Fahrt durch das Elsass,  haben wir in Ebersmünster Rast gemacht, um die Abtei- und Pfarrkirche zu besichtigen. Neben wundervollen barocken Deckengemälden, einem überreich mit Schnitzereien verzierten Samson, besitzt sie eine der letzten Orgeln des berühmten Orgelbauers Andreas Silbermann. Es war ein unglaublich tolles Gefühl für einen Orgelliebhaber wie mich, dass genau beim Eintreten in die Kirche diese Orgel zu spielen begann. Dahinter trat alle barocke Pracht und Herrlichkeit zurück.

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Das zweite was mich in dieser Kirche sehr tief berührt hat, war ein Gebet, das bei den Kerzen auslag. In all dem überladenen und überbordenden Barock führt es mit einfachen Worten direkt zum Innersten.

Quand j´allume une cierge,

la flamme qui scintilla c´est moi

Tel que je voudrais être
devant le seigneur

Sa cire qui se consume
c´est encore moi

Avec mes joies et mes peines, mes pensées et mes travaux oui m´usent jour après jour
puisse je ne pas m´user en vain

Puisse je communiquer lumière et chaleur autour de moi
comme cet humble cierge

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Auf vielfachen Wunsch habe ich mich an die Übersetzung des Gebets gewagt, den Sinn habe ich bestimmt getroffen.

Wenn ich eine Kerze entzünde
bin ich die glitzernde Flamme

So wie ich das gerne vor Gott wäre
Auch das sich verzehrende Wachs bin ich

Mit all meinen Freuden und Leiden, meinen Gedanken und Arbeiten die mich verbrauchen, Tag für Tag
Möge ich mich nicht umsonst verzehren

Möge ich um mich herum Licht und Wärme verbreiten
Wie diese schlichte Kerze

Das Wort humble kann man mit demütig, bescheiden, ergeben, arm, aber auch mit schlicht übersetzen. Für mich trifft schlicht es am besten

Interessanter Link:  SWR2-Orgelreise: Zwischen „Grand Jeu“ und „Grand Cru“

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