Heute Abend pünktlich um 22 Uhr ging er wieder los. Ohrenbetäubender Lärm, direkt vor unserem Haus. Die Nachtbaustelle der Bahn wurde nämlich um 10 Meter vorverlegt, und zeitlich nach hinten geschoben, denn seit Anfang August sollten die Bauarbeiten ja beendet sein – laut Ankündigung der Bahn…

Heute Abend ist mir dann die Hutschnur gerissen. Nicht nur, dass der Lärm alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt hat. Die Tatsache, dass Johanna morgen nach England aufbricht und in der Nacht davor etwas Schlaf bekommen sollte, hat wahrscheinlich den Ausschlag gegeben.

Nächtlicher Blick aus unserem Wohnzimmerfenster

Nächtlicher Blick aus unserem Wohnzimmerfenster

Wie in den letzten Blogposts zu lesen war, habe ich das Ganze ja wirklich mit Geduld ertragen. Auch weil ich davon überzeugt war, dass es wirklich nachts notwendig ist, da direkt an den Gleisen gearbeitet wird. Aber nun wird ja nicht mehr an den Gleisen gearbeitet, sondern 10 Meter entfernt. Und da fehlt mir jeder plausible Grund für die nächtlichen Arbeiten.

Zum 1. Mal in meinem Leben habe ich als Privatmensch die Polizei angerufen. Der Beamte war auch wirklich umgehend da und hatte die Baustellenleiterin dabei. Der Polizist erklärte mir, dass eine Genehmigung vorliegt und er daher nichts tun könne. Beide sehr freundlich und empathisch. Die Baustellenleiterin war durchaus verständnisvoll was  unsere Probleme anbelangt, meinte aber, dass diese Arbeiten nur nachts durchgeführt werden könnten.

Morgendlicher Blick auf die Nachtbaustelle

Morgendlicher Blick auf die Nachtbaustelle

Auf meine Frage wie lange die Baustelle denn überhaupt noch besteht, meinte sie, bis Mitte Dezember. Das kann ja heiter werden. Da haben sich die Herren inKarlsruhe aber tüchtig verschätzt, denn zwischen Anfang August wie im Schreiben angekündigt und Mitte Dezember liegen ja ein paar lärmgeschwängerte Monate.

Immerhin eine gute Nachricht gab sie mir für diese Nacht. Der ohrenbetäubende Lärm sei bis 0 Uhr vorbei, der Rest von der Nacht nicht mehr ganz so laut und eventuell wechsle der Bautrupp auch heute Nacht noch den Standort.

Hauptsache Johanna kann heute Nacht schlafen. Aufregung vor dem Studium, eine lange Fahrt, das alleine reicht ja schon um einem den Schlaf zu rauben. Kein Mensch braucht da noch eine Nachtbaustelle.

Was bisher geschah:

Advertisements