Im ersten Harry Potter hat man noch gestaunt über die Idee: gedruckte Bilder in Zeitungen oder Gemälde an der Wand, in denen die abgebildeten Personen sich bewegen. Und gemäß dem Motto, dass alles was denkbar, auch potentiell möglich ist, gehört diese visionäre Idee vielleicht schon bald zu unserem Alltag. Dann werden die Claudia Schiffers dieser Welt nicht nur starr aus der Anzeige lächeln, sondern uns zuwinken, das Plakat an der Straße nicht die Momentaufnahme eines Sportwagens zeigen, sondern diesen in Aktion.

Die neue Technik nennt sich „Video in Print Ad“, kommt aus den USA und wurde nach einer Meldung der Lebensmittelzeitung von der Versandhandelsgruppe Otto zusammen mit dem Verlagshaus Gruner+Jahr jetzt in Deutschland getestet. Die ersten Probanden waren ausgewählte Abonnenten, die in einer Sonderauflage der Gala eine derartige Anzeige von Otto zu sehen bekamen. Dort konnte man im Dezember den nur 2,7 mm dicken LCD-Bildschirm bewundern, der über 3 Bedienknöpfe das Navigieren durch verschiedene audiovisuelle Inhalte ermöglichte.

Im Januar nun soll diese Technologie im Otto Katalog eingesetzt werden. Dort sollen dann, neben einem Hauptfilm auch noch Hintergrundinformationen ansteuerbar sein. Und damit dies kein einmaliges Vergnügen bleibt, sind die Batterien über USB Schnittstelle nicht nur wiederaufladbar, sondern die Inhalte auch auf den PC importierbar.

Eine detaillierte Beschreibung des Projekts findet ihr auf der Seite von Gruner+Jahr. Bereits im August 2009 wurde im Suleitec Infoblog über diese neue Werbeform berichtet.

Nachtrag: Im Blogpost: „Aufgeklappt und aufgerissen: Die ‘Video in Print’-Broschüre von OTTO“ finden sich viele interessante Infos incl eines kleinen Videos, das einen sehr guten Eindruck vermittelt. Bestimmt gibt es Kunden die diese Art der Werbung ganz nett finden, jeder der schon mal eine Smart Phone in der Hand hatte, wird wohl nur müde lächeln. Und dafür dürfte der Aufwand zu groß sein. Vom Thema Nachhaltigkeit mal gar nicht zu reden.

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