Wer mein Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich begeisterte Leserin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bin. Von der Qualität der Artikel, über die Auswahl der Themen bis hin zur Gestaltung, finde ich sie mit Abstand das überzeugendste Print Produkt am Sonntag. Das Thema Gestaltung war es auch, das mich vor gut anderthalb Jahren dazu bewogen hat, den Titel der FAS jeden Sonntag zu fotografieren. Die Bilder in einem Video hintereinander geschnitten, ergaben einen tollen Rückblick auf das Jahr 2009. Auch in diesem Jahr habe ich wieder Sonntag für Sonntag für Sonntag diese überragende Titelgestaltung, die auch schon mehrfach preisgekrönt wurde (also nicht nur der Titel, sondern die ganze Zeitung), ins Bild gesetzt, zu finden in meinem Flickr Account. Wie man sehen kann, wird die obere Hälfte des Titels meist von einem Thema mit passendem, großartigem Foto dominiert.

Und heute? Heute bin ich erst mal verwirrt, als ich die FAS aus dem Briefkasten nehme. Eine halbe Seite widmen sie dem Thema D-Mail, dem sicheren E-Mail-Angebot der Post? Das kann ja wohl nicht wahr sein. Der zweite Blick zeigt dann, dass es sich um eine – für die FAS neue – Werbeform handelt, die  von anderen Printprodukten schon hinlänglich bekannt ist.

Ich hoffe sehr, dass dies das erste und das letzte Mal sein wird. Nicht, dass mich die Anzeige stört, die kann man ja einfach entfernen, aber der darauf abgestimmte Seitenaufbau und die Beliebigkeit der Titelseitengestaltung, die stört mich doch sehr. Nehmt den Kopf weg und es könnte jede andere Zeitung sein, die herausragende Gestaltung mit der sich die FAS bisher wohltuend von der Konkurrenz abgehoben hat, die ist mit diesem Zugeständnis an Anzeigenwerbung dahin.

Sehr schade.

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