Die Aufregung unter den Twitterern und Bloggern ist groß. Da hat es apple doch tatsächlich gewagt und ein Unternehmen verklagt, dass ein Produkt nach dem weltberühmten iPod eiPott genannt hat. Die Kritiker werfen apple mangelnde Größe und Humorlosigkeit vor.

Die Begründung der Richter finde ich auch hanebüchen, von wegen man könnte den eiPott mit einem echten iPod verwechseln. Es wird wohl kaum ein Käufer glauben, er erwerbe einen MP3 Player von apple (vor allem mit auf der Verpackung gut ersichtlichem geköpften Ei) für schlappe 7,90 €.

Trotzdem finde ich, dass man die Frage stellen darf, ob Koziol so mir nichts dir nichts das Design dieses Klassikers „klauen“ darf, um ein eigenes Produkt zu kreieren.  Indem es Aussehen und Namen dieses millionenfach verkauften Gerätes kopiert und persifliert, hängt es sich an den Erfolg des iPod an. Und apple reagiert wie fast jedes große Unternehmen, das von Trittbrettfahrer heimgesucht wird, sie klagen. Wo ist für Euch die Grenze zwischen einem „Auge zudrücken“ und jeden dreisten Ideenklau akzeptieren?

Mehr Spaß als apple verstehen auf alle Fälle die Rezensenten bei amazon. Die „Kritiken“ zum eiPott sind wirklich lesenswert.

PS: Aus meiner Erfahrung beim Anmelden von Wortmarken, weiß ich, dass das Deutsche Patentamt noch wesentlich unlustiger ist. Da werden Namens- und Klangähnlichkeiten gefunden, wo man beim besten Willen keine feststellen kann. Uns wurde vor Jahren Bom-Big für Schaumküsse nicht eingetragen wegen der phonetischen Nähe zu Pom-Bär. Da wundert mich ein gewonnener Prozess von eiPott und iPod nicht wirklich.

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