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Mail meiner Sekretärin. Es habe eine Frau Regenwetter von Sonnenschein-Solar-Anlagen angerufen (Namen natürlich verändert) ob ich Interesse an einer Beratung über eine Solaranlage für mein Dach habe. Erster Gedanke: klar habe ich. Denke schon länger darüber nach, auch eine Solaranlage auf meinem  Dach zu installieren, eine kleine Solarthermieanlage auf dem Carport habe ich ja schon. Und schaden kann so ein Informationsgespräch  ja auch nicht.

Aber was macht die kluge Frau in Zeiten des Internets bei solchen Angeboten als erstes?  Klar, sie googelt. Firma und Ansprechpartnerin. Von Frau Regenwetter habe ich keinen Vornamen und es gibt so viele Regenwetters, da werde ich nicht fündig. Die Firma Sonnenschein-Solar-Anlagen ist dem Netz jedoch bestens bekannt. Der erste Link bei Google führt zur eigenen Homepage, aber gleich der zweite zu einem Internetforum,  in dem sich User über das Thema Solaranlagen austauschen und über ihre Erfahrungen mit der Firma Sonnenschein.

Was dort aufgeführt wird, ist für mich nicht besonders vertrauenserweckend. Es kommt sehr viel Kritik an ihrer Arbeitsweise, ihren Bedingungen und den Anlagen zur Sprache. Zwar meldet sich auch ein Vertragspartner zu Wort und lobt das Unternehmen in den höchsten Tönen, sehr vertrauenserweckend kommt es aber nicht rüber.

Was wahr ist und was nicht, vermag ich nicht zu sagen. Darum geht es mir mit diesem Post auch nicht. Hier geht es eher um eine verpasste Chance, denn einen Termin werde ich erstmal mit Frau Regenwetter nicht machen, trotz eines durch den Anruf ausgelösten Interesses. Da meine Nachforschungen mehr negatives über die Firma zu Tage gebracht hat, als positives verspüre ich kein großes Interesse herauszufinden, wie deren Arbeitsweise wirklich ist. Dem Anschein nach haben schon genug Investoren viel Lehrgeld bezahlt.

Vielleicht versteht die Firma  Sonnenschein-Solar-Anlagen  ja dennoch etwas von Solaranlagen, von Online Reputation versteht sie aber mit Sicherheit gar nichts. Und damit auch nicht viel von dem Großteil ihrer potentiellen Kunden. Denn welcher Kunde, der sich eine teure Solaranlage aufs Dach setzt, tut dies denn bitte ohne vorher ausgiebig das Internet zu befragen? Und wenn die eigene Firma dann dort ein derart schlechtes Bild abgibt, dann ist das nicht sehr vertrauenserweckend.

Also keine Chance für Frau Regenwetter, die schon einen Fuß in der Tür hatte.

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