St Sebastian Eppelborn

Wer mich kennt weiß, dass ich fast jeden Samstagabend die Vorabendmesse in unserer Kirche besuche.

Teil jedes Gottesdiensts sind die Fürbitten. Diese variieren von Messe zu Messe und sind meist den aktuellen Geschehnissen in der Welt angepasst. Die Fürbitten in unserer Pfarrgemeinde kommen vom Bistum Trier und werden vielleicht ab und zu noch etwas ergänzt.

Manchmal bin ich in Gedanken, wenn die Fürbitten gebetet werden, aber meistens höre ich sehr genau zu für wen oder was da gebetet wird und schon immer fand ich es sehr tröstlich innerhalb einer Gemeinschaft für das Wohl anderer Menschen und Organisationen zu beten.

Gestern Abend bin ich allerdings zusammengezuckt, als ich diese Fürbitte gehört habe:

Für die vielen Menschen, die Lebensmittel für uns alle herstellen;
für Bäuerinnen und Bauern, für Futtermittel-Hersteller, für Bäcker und Köche
und für alle, die verantwortlich sind für eine gesunde Ernährung – beten wir:

V: Du Brot des Lebens – Christus höre uns – A: Christus erhöre uns

Mir sind spontan die Tränen in die Augen gestiegen und der enorme Druck, der gerade seit der letzten Woche, seit dem pauschal unsere gesamte Industrie am Pranger steht, ist in diesem Moment enorm spürbar geworden.

Und ob ihr es glaubt oder nicht, es war ungeheuer tröstlich und heilend. Die Vorstellung, dass alle Menschen in unserer Kirche, und in allen Kirchen des Bistums in allen Gottesdiensten an diesem Sonntag für uns beten, die wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen Lebens- und Futtermittel herzustellen und die wir uns unserer Verantwortung bewusst sind – das hat mich tief bewegt und wirkt noch nach. Und ich bin sehr dankbar, dass ich es erleben durfte.

Die Fürbitten kann man auf der Seite des Bistum Trier nachlesen.

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