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„Was kommt nach Bio?“ Unter diesem provokanten Titel hatte das Institut für Nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft, kurz iSuN, zu einer Tagung der anderen Art interessierte aus Forschung, Wirtschaft, Politik und konventioneller und alternativer Lebensmittelproduktion nach Münster geladen.

Schon beim Empfang im Treppenhaus merkte man, dass es hier nicht nach den normalen Tagungsregeln zugehen würde, wurden die Teilnehmer doch charmant von der Benutzung des Aufzugs weg, hin zur Treppe gelotst, um in den 3. Stock zu gelangen. Postkarten im Treppenhaus wiesen den Weg. Bei den Namensschildern dann die nächste Abweichung vom Üblichen, war doch neben Namen und Unternehmen auch noch ein Symbol aufgedruckt. Bei dem einen Käse, bei anderen Äpfel oder Croissants. Nach dem aufgedruckten Symbol musste man dann auch seinen Platz wählen. Der Sinn erschloss sich nach den ersten Impulsvorträgen. Alle Teilnehmer mit dem gleichen Symbol bildeten eine Diskussionsgruppe. Und bei der Auswahl der Teilnehmer hatten die Organisatorinnen darauf geachtet, sehr heterogene Gruppen zu mischen.

Im Laufe der Tagung die von Heike Leitschuh (Buch-Autorin und  Beraterin für Nachhaltigkeit) kompetent und sehr stringent moderiert wurde, wechselten sich Vorträge (bis auf eine Ausnahme ohne Powerpoint, darauf wurde großen Wert gelegt) und Gruppenarbeit ab.

Dabei war der rote Faden wie die Zukunft der Ernährung aussehen könnte das ständige Thema.

Zuerst wurden die großen Trends der heutigen Zeit definiert:

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Asche auf mein Haupt: Da lebt man im Saarland. Liest jeden Morgen brav die (einzige) regionale Tageszeitung und muss von einer Hamburgerin @diemaschinistin via Twitter erfahren, dass der Wissenschaftssommer diesmal im Saarland stattfindet:

„…bildet er ein großes Wissenschaftsfestival mit mehr als 50 Einzelveranstaltungen. Wissenschaft im Dialog (WiD) organisiert den Wissenschaftssommer für die Zeit vom 20. bis 26. Juni 2009 gemeinsam mit Forschungsinstituten aus Saarbrücken. Bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen will WiD damit Neugierde und die Faszination für Wissenschaft und Forschung wecken.“

Leider hatte ich keine Zeit all die tollen Angebote wahrzunehmen, angefangen vom Zukunftsschiff der MS Wissenschaft bis hin zum Ausstellungszug „Expedition Zukunft“.

3646425591_0c579fbafd_mGereicht hat es aber bisher für die Teilnahme an etlichen Vorträgen im Rahmen der Wissenschaftslounge der Universität des Saarlandes und diverse Tests zum Thema Gesundheit zu absolvieren. So weiß ich nun, dass meine Lungenfunktion blendend ist (7 Jahre Nichtrauchen und 3 mal die Wochen joggen zahlen sich also doch aus), mein Grundumsatz an Kalorien erfreulich hoch, mein Blutzucker und Blutdruck hervorragend und mein BMI und Bauchumfang im Mittelfeld dessen was eine Frau in meinem Alter haben sollte.

Ein toller Nebeneffekt für mich war, dass ich gleich mehrere Twitterer kennenlernen konnte @ReinhardKarger, @ChristofBurgard und @schuehsch, alle vom DFKI.

Ich kann nur jedem empfehlen die Ausstellung auf dem Tbilisser Patz zu besuchen und am besten Kind und Kegel mitzubringen. Auch und gerade für Kinder gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Als geradezu dramatisch empfinde ich es auch, dass viel zu wenig Schulen Ausflüge zu dieser Veranstaltung unternehmen.

3646853381_0585e00f30_mVerschluckbare Kameras die eine Reise durch den Körper ermöglichen, Computer die Stimmungen und Geschlecht scannen können, virtuelle Reisen in 3D Räumen im Fraunhofer Truck, Supermarktszenarien der Zukunft und WII Konsolen mit denen man über Google Maps surfen kann beim DFKI, ein Frühstück im Freien mit Bart Simpson der Fakultät für Geschichts- & Kulturwissenschaften, am Stand der Max-Planck-Gesellschaft Gesichts-Morphing bei dem Kinder einen Blick auf das eigene Aussehen in fünf oder zehn Jahren werfen können. Das und noch unendlich viel mehr gibt es beim Wissenschaftssommer zu erkunden.

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Beginnen wir mit dem Ende bzw. mit dem letzten Vortrag im Rahmen des Zukunftskongress 2009. Referent war Paul Kohtes, Zen-Lehrer, Autor und Gründer der PR-Agentur PLEON Kohtes Klewes. Seine These: Weg von der Spezialisierung, die nur einsam macht und die graue Gehirnmasse so mit Beschlag belegt, dass für Kreativität und Erforschung von Neuem kein Platz mehr bleibt und hin zur Distanzierung, die hilft, zu neuen Ufern zu kommen. Wichtig ist eine klare Orientierung ohne Fixierung. Manager von heute sind zu sehr auf Funktionieren ausgerichtet. Zuverlässig, ehrgeizig und eigene Bedürfnisse hintenanstellen, dabei handelt es sich um Auslaufmodelle. Von der Ver-wicklung zur Ent-wicklung ist die Lösung.

Die Vorträge des ganzen Tages waren so zusammengestellt, dass sie auf die Forderungen von Paul Kohtes perfekt abgestimmt schienen. Zwar waren alle Redner mit Sicherheit die gescholtenen Spezialisten, aber Spezialisten, die es nicht verlernt haben, die Dinge übergreifend zu betrachten.

Sei es der Physiker Vince Ebert, der als Wissenschaftskabarettist das Plenum am Vor- und Nachmittag mit seinen klugen Bonmots erfreut hat (viele davon nachzulesen in: Denken Sie selbst) oder der Innovation Ambassador von Henkel Jens Bode der aus dem Nähkästchen pardon aus der Waschmaschine von Henkel plauderte und verriet wie bei Henkel die wahren Bedürfnisse der Kunden eruiert werden. 

Spannend wie Henkel mit seinen Kunden und einem Innovationsteam zusammen neue Produkte entwickelt. Die Strategie die Jens Bode darlegt zeigt, dass Markenerfolg nicht eben mal so aus dem „Henkel“ geschüttelt wird, sondern einer durchdachten Strategie folgt. Ob es die Beobachtung der Arbeitsgewohnheiten von Kunden in der Küche ist, oder die Henkel Manager, die mit angeschnalltem Schwangerenbauch Bäder putzen müssen. Kundenorientierung steht im Mittelpunkt. Und wenn zum Schluss die Ergebnisse und Entwicklungen von den Kunden zerpflückt werden dürfen, ist das mit Sicherheit ein Garant ein Top Produkt zu entwickeln. So wird ein Großteil des Umsatzes bei Henkel mit Produkten gemacht die nicht älter als 3 Jahre sind.

Insgesamt ein spannender Vortrag und keine Selbstdarstellung wie man das im Allgemeinen geboten bekommt wenn Unternehmensvertreter referieren.

Andreas Haderlein berichtete vom „Crowdsourcing der Zukunft“ und was Netzwerke erfolgreich macht. Netzwerke funktionieren nur, wenn sich die beteiligten Akteure einen Ruf erwerben können und wenn sie den Akteuren einen entscheidenden Mehrwert außerhalb des Internet liefern. Als kleine Demonstration für die Intelligenz der Crowd lässt er uns, nach Beratung mit dem Sitznachbarn, den Inhalt einer 500 ml Dose gefüllt mit Bohnen schätzen. Und oh Wunder, die Crowd liegt ziemlich richtig.

Im Punkto Netzwerk hinken wir in Deutschland ganz schön hinterher. Sind in Brasilien ca 80% der Internetnutzer in sozialen Netzwerken so sind es in Deutschland mal gerade 28%.

Der neue Trend Online organisieren – offline treffen.

Verblüffend auch die Daten und Fakten die Christopher Schläffer, Group Product & Innovation Officer der Deutschen Telekom präsentierte. Seit der 1. Mobilen Funkverbindung 1983 hat sich in diesem Markt bahnbrechendes bewegt. Heute besitze das iPhone die Speicher- und Rechenkapazität der kompletten Apollo Mission und zwar sowohl im All als auch auf der Bodenstation. In 10 Jahren werden wir  in jedem Haushalt Verbindungen von 12.000 Megabit/sec haben (zu heute 3) und 4 Milliarden Menschen werden in 3 Jahren mobile Telefone besitzen.

Nach diesem Einblick in die Mobilfunkwelt und in Open source System, auf die der Redner auch noch detailliert einging, sprach Jeanette Huber vom Zukunftsinstitut über C(r)ash Creativity.

Sie beleuchtete die Motivation der Menschen beim Discounter einzukaufen. Die reine Preisfrage und Ersparnis ist zu kurz gesprungen, vielmehr kommen Faktoren wie:

  • Sportliche Schnäppchenjagd
  • Überforderung
  • Misstrauen
  • Suche nach Erdung

zur puren Notwendigkeit beim Discounter einzukaufen, hinzu.

Die neuen Schlagworte sind Liberté, Egalité, Portemonnaie.

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Durch die vielen Kurzreden die meine Mitstreiter und ich halten mussten, habe ich heute nicht nur mein Wissen in Punkto Rhetorik erweitert. Dazu gelernt habe ich über das Einsparpotential durch den Einsatz der richtigen Beleuchtungssysteme, über elektronische Deichseln, Argumente pro und contra Flächentarifverträge gehört und was für ein blutiger Sport Handball ist. Wieso die verschiedenen europäischen Mautsysteme es fast unmöglich machen eine Fracht von Polen nach Spanien zu kalkulieren war mir ebensowenig klar wie die Bedeutung von intelligenten Verkehrsleitsystemen für Klimaschutz und Verkehrssicherheit, die angeblich mehr bewirken als ein Tempolimit von 130 km/h.

Im heutigen Pensum auch enthalten ist das Formulieren kurzer Sätze (das A und O einer guten Rede und unglaublich schwierig), Reden aus dem Stehgreif zu Fantasiewörtern formulieren und eine mitreißende Rede halten, die nur aus Zahlen und Monatsnamen besteht. Man kommt sich schon mehr als leicht dämlich vor, wenn man 14, 97, 83 und März ins Publikum schmettert als könnte man so eine Verkaufsmannschaft zu noch größeren Leistungen antreiben.

Geübt wird im weiteren Tagesverlauf die Moderation von Gruppen. Als Moderator selbst Argumente einbringen oder etwas an die Tafel schreiben sind absolute No-Gos. Streitgespräche und unfaire Dialektik stehen auch noch auf dem Stundenplan: „Dass Ihre Mitarbeiter sie mögen ist kein Zeichen Ihrer Führungsqualifikation, eher das Gegenteil“. Darauf sollte man weder dem Gegenüber an die Gurgel gehen noch ein Konter geben wie: „Seit wann können denn ausgerechnet Sie Führungsqualitäten beurteilen?“ Wenn die Erregung kommt, geht der Verstand, tief durchatmen und eine konfliktarme Antwort geben ist hier zielführender.


Rhetorik-Seminar. Eigentlich habe ich das doch nicht mehr nötig, oder? Immerhin habe ich schon ungezählte Reden gehalten, vor kleinen Gruppen und großem Auditorium. Mit den Jahren hat auch die Nervosität nachgelassen. Die Rückmeldungen waren zumeist positiv, bis auf: „Du bist zu schnell“. Naja das könnte man ja auch noch alleine in den Griff bekommen.

Als Verfechterin des lebenlangen Lernens mit der Überzeugung, dass man (und speziell ich) überall noch besser werden kann und Lorbeeren ins Rotkraut gehören und nicht auf die Couch, um sich darauf auszuruhen, habe ich mich also zum Seminar angemeldet. Bei Heitsch und Partner, Motto: Training erfolgreich erleben. Dass dies nicht nur ein billiger Marketing-Spruch ist, sondern Realität konnte ich in der Vergangenheit beim Coach-Seminar schon erfahren. Jetzt also Rhetorik. Ich hatte zwar keinen Spaziergang erwartet, aber mit diese Intensität hatte ich dann doch nicht gerechnet. Ganze 4 Teilnehmer sind wir, da bekommt man etwas für sein Geld. Mal kurz chillen und nicht bei der Sache sein fällt aus.

Nachdem wir mit erstem theoretischem Rüstzeug ausgestattet sind, geht es zum Reden schreiben. Jeder Teilnehmer bekommt ein auf ihn zugeschnittenes Thema, über das er 3 Minuten vor der Kamera referieren soll. Meines lautet: Der Mittelstand ist weit entscheidender für die Konjunktur als die Großkonzerne. Vorbereitungszeit eine 3/4 Stunde, wobei zur Erarbeitung des Themas nur 15 Minuten angesetzt sind. Der Rest dient dem Üben des Vortrags. Und das ist bitter nötig. Ein Blick in die Videoaufzeichnung verrät die groben Schnitzer in Mimik, Gestik und Formulierung.

Die 2. Chance kommt am Nachmittag. Und das neue Thema liegt mir so gar nicht, aber ein Rhetorik Seminar bei Herrn Heitsch ist ja auch kein Kindergeburtstag. Ausgerechnet ich soll ein 3 Minuten Statement abgeben mit dem Titel: Wir hätten in Deutschland Vollbeschäftigung wenn die Frauen nicht in die Jobs gedrängt würden. Au Backe. Ich würde jede/jeden steinigen der mir damit käme und nun soll ich das Ganze verkaufen. Anscheinend treffe ich den richtigen Ton. Meine Kollegen sitzen im Auditorium und kriegen bei meinen Worten und speziell bei der von mir herauf beschworenen weichen Mutterbrust glänzende Augen (aus welchen Gründen sei hier dahingestellt).

Der Spruch des Tages geht an meinen „Kollegen“ Thorsten: Believe me, I am a Salesman. Wir liegen fast unter dem Tisch vor lachen.

Vor dem Abendessen ein bißchen laufen gewesen zur Entspannung, einmal rund ums Ahrensburger Wasserschloss, denn abends stehen Aufgaben an. Gleich morgen früh geht es mit der nächsten Rede weiter: Argumentation aus Gegenposition. Diesmal dürfen wir uns das Thema aussuchen. Nach langem Überlegen entscheide ich mich für: Jungen sind die Verlierer des Bildungssystems.

Gegen 22 Uhr bin ich fertig: mit meinem Manuskript, mit diesem Blogeintrag und mit den Nerven. Jetzt noch kurz twittern und dann von Cato träumen: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam

712 km mit dem Auto. Hätte ich ja auch mit dem Flieger zurücklegen können, oder mit der Bahn. Aber fliegen war mir zu teuer. 570 € mit Cirrus von Saarbrücken-Ensheim nach Hamburg, dafür bekommt man ja schon einen Flug nach Neu Delhi:-) und Bahn war heute wirklich alles andere als ratsam, zumindest hat das die freundliche Nachrichtensprecherin bei SWR 3 den ganzen Tag gemeldet. Also Auto. Genug Zeit um jede Menge Podcasts zu hören, z.B. über die Auswirkungen von 24 und Jack Bauer auf die Meinungsbildung über Folter auf amerikanische Soldaten und die Zivilbevölkerung, über die Segnungen von Familienhebammen, über Obdachlosenzeitungen und Bildfälschungen im digitalen Zeitalter. Über die Probleme mit Schwiegermüttern (ok betrifft mich nicht wirklich, war trotzdem interessant), die Rolle des Psychodramas in der Therapie und über das Leben eines Autisten. Für alle die gerne Podcasts hören kann ich den SWR 2 Podcast: „Leben“ nur ausdrücklich empfehlen.

Zwischendurch bei diversen Radiosendern rumgezappt und bei einem Lied hat es mich mit aller Macht mehr als 30 Jahre zurückversetzt. Samba Pa Ti von Santana und mit dem Lied läuft gleich ein ganzer Film ab. Unglaublich was ein einziges Musikstück an Erinnerungen wecken kann, von den Leuten mit denen man befreundet war, über die Schule bis hin zu meinem Lieblinsparfüm damals (Magie Noire).

Nur 20 Jahre ist es her, dass ich genau diese Strecke 1 mal im Monat gefahren bin. 1988 habe ich ein Trainee bei einer Unternehmensberatung absolviert und in Bremen gelebt. Unglaublich wie vertraut mir die Strecke noch immer ist.
Jahre später dann etwas weiter wie heute nach Ahrensburg, auch ins Parkhotel, auch zu einem Seminar. Damals EBT, heute Rhetorik. An der Anmeldung ist zwar nicht wie versprochen vom Seminarausrichter ein Zimmer für mich reserviert, aber das Hotel hat meine Daten noch von damals. Unglaublich.

Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an: bachmichels(at)web.de Oder folgt mir auf Twitter: @ApfelMuse und @schlauerBacken

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