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Den 5. Vortrag im Rahmen des Branchenforums Lebensmittel hielt Dr Hardy Walle, Facharzt für Innere Medizin, Ernährungsmediziner und Vorstand von Bodymed, eines Unternehmens, das sich mit Ernährungskonzepten und Vertrieb von Produkten zur ausgewogenen Ernährung befasst.

„Essen Sie was Ihnen schmeckt.“ unter dieser Überschrift gab der Referent sein Wissen weiter welche therapiebegleitende Ernährung bei Krebserkrankungen sinnvoll ist. Neben Operation, Chemotherapie und Bestrahlung sieht Dr Walle die richtige Ernährung als ebenso bedeutend zur Heilung an.

Nach seiner Aussage sterben viele an Krebs erkrankte Menschen an den Folgen einer Mangelernährung. Je schlechter der Ernährungszustand, desto schlechter die Prognose. Insbesondere der Verlust von Körpereiweiß ist als besonders gravierend anzusehen.  Als wichtigste Botschaft habe ich mitgenommen, dass im Falle einer Krebserkrankung die richtige Ernährung von ausschlaggebender Wichtigkeit sein kann. Seine These: Mit Zucker füttert man Tumore.

Auch er empfiehlt (wie in den Kommentaren zum letzten Artikel von @Judith schon gepostet) die LOGI Ernährungspyramide und nicht mehr die der DGE.

An Krebs Erkrankten rät er  unbedingt die Kohlenhydrataufnahme zu reduzieren und nicht nach dem Motto „Hauptsache Kalorien“ vorzugehen. Wichtig sind hochwertige Eiweiße und Fette.

Der Vortrag war sehr spannend und es klang alles sehr logisch, die wichtigsten Thesen sind hier nachzulesen

Interessanter Link:
Pflanzliche Wirkstoffe gegen Krebs und Malaria

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3 – 4-mal im Jahr treffen sich die Lebensmittelhersteller im Saarland zu Veranstaltungen im Rahmen des Branchenforums Lebensmittel der IHK Saarland. Die Themen reichen dabei von: Steigerung der Energieeffizienz über Arbeitssicherheit, Nanotechnologie bis zum Qualitätsmanagement.

Beim letzten Treffen war das Thema aber nicht nur von Bedeutung für Vertreter der Industrie sondern im Prinzip für Jedermann/frau, behandelte es doch eine Krankheit vor der heute keine Familie, kein Freundeskreis mehr gefeit scheint: Krebs.

5 sehr interessante Vorträge bekamen wir zu hören.

„Hauptsach‘ gudd gess – “ functional food” gegen Krebs für ein langes und gesundes Leben“ war der Titel von Prof Ulrich Mahlknecht , Lehrstuhl für Immuntherapie und Gentherapie an der Universitätsklinik des Saarlandes.

Die Saarländer führen die bundesdeutsche Krebsstatistik an. Zurückzuführen ist dies wohl auf unsere Kohlevergangenheit. Innerhalb der letzten 40 Jahre hat sich die Anzahl der an Krebs erkrankten mehr als vervierfacht.

Die Risikofaktoren für Krebs sind schnell identifiziert: Rauchen und falsche Ernährung schlagen mit je 30% zu Buche, Infektionen mit 18%, die so oft bemühte Genetik beruhigenderweise nur mit 4%.

Welche Faktoren das Entstehen von Krebs begünstigen können:

  • Ernährung:
  • zu viel Fett: Brust-, Bauchspeicheldrüse, Dickdarm-, Eierstock- und Prostatakrebs
  • zu viel Zucker: Brust und Dickdarmkrebs
  • zu viel Gepökelte und geräucherte Nahrungsmittel: Magenkrebs
  • Rauchen,
  • Alkohol
  • Übergewicht

Ein Zusammenhang zwischen den Ländern in denen die meisten dicken Menschen leben und in denen die meisten Menschen an Krebs erkranken ist signifikant.

Aber Ernährung kann ja nicht nur Auslöser sein, sondern richtig eingesetzt auch zur Vorbeugung dienen, was in diesem und allen weiteren Vorträgen zum Ausdruck kam.

Über die Ernährung kann auch gesteuert werden wie schnell ein Tumor wächst und wie die Chemotherapie anschlägt.

Aber es gilt nicht nur das Richtige zu essen und das Falsche wegzulassen, auch die Menge der aufgenommenen Kalorien spielt eine große Rolle. In Fütterungsversuchen mit Affen und Ratten hat man festgestellt, dass diese unter Kalorienreduktion ihr Lebensalter um 50% verlängern konnten.

Dipl. Humbiol. Navina Dahmke, ebenfalls Universitätsklinikum Homburg sang das hohe Lied des Curry in ihrem Vortrag: „Currywurst gegen das Vergessen …. und auch sonst“

Curcumin, einfach ausgedrückt das Gelbe im Curry ist nach den Worten der Vortragenden ein echter Wunderstoff. So wurde in Studien nachgewiesen, dass es:

  • Zellveränderungen vorbeugt
  • Veränderte Zellen in den Zelltod treibt
  • den Abbau von Neuronen reduziert
  • Gedächtnisdefizite umgekehren kann (Tierversuch)
  • Plaque Bildung reduziert

In Indien werden pro Tag und Person ca. 125 g mg Curry verzehrt. Die Zahl der Krebsneuerkrankungen an Brustkrebs liegt inDeutschland bei 65/100.000 Einwohner in Indien bei 25. Bei Darmkrebs sind es in Deutschland 45 Neuerkrankungen in Indien unter 10.

Bei Alzheimer sind in Deutschland 6% der Bevölkerung betroffen in Indien nur die Hälfte.

Und was die von vielen Menschen ja per se als schlecht beurteilten E-Nummern angeht… Curcumin wird vielen Lebensmitteln als Farbstoff eingesetzt und hat die Nummer E 100.

Am Schluss gab sie dem Auditorium noch den Rat, doch einmal im Monat ein Curry zu essen zur Verbesserung der Gedächtnisleistung.

Vortrag Nummer 3 widmete sich dann einem nicht nur bei Weinliebhabern bekannten Thema:   „Wundermittel aus Rotwein – Schlemmen ohne Reue“ lautete der Vortag von Dipl. Biol. Christian Dransfeld vom Universitätsklinikum Homburg. Die Haupttodesursache in Deutschland sind Herz-Kreislauferkrankungen. Mit zunehmendem Alter kommt es zu Ablagerungen in den Gefäßen.  Und obwohl die Franzosen sich ähnlich fett- und kalorienreich ernähren haben sie eine um 40% geringere Todesrate bei diesen Erkrankungen. Dieses als „Französisches Paradox“ bekannte Phänomen konnte in Studien in den 80ern auf den Genuss von Rotwein zurückgeführt werden.

Wer jetzt aber meint Rotwein sei gleich Rotwein, den musste der Referent enttäuschen. 86% des Effekts wurden auf Rotweine aus Süd-West-Frankreich zurückgeführt, da diese über die höchste Polyphenolkonzentration verfügen, kürzer reifen und eine geringere Alkoholkonzentration aufweisen, als es zur Zeit Trend ist.

Schutzfunktion habe die enthaltenen Polyphenole übrigens auch bei Diabetes, Alzheimer und Krebs.

Auch im nächsten Vortrag ging es um ein Getränk, das von den meisten Menschen aber wohl als weniger schmackhaft eingeordnet würde als Rotwein. Dipl. Biol. Judith Katto, Universitätsklinikum Homburg sprach über „Grüner Tee“ ein Wundermittel?“. Als erstes räumte sie mit dem Irrglauben auf Grüner Tee sei eine eigene Sorte. Grüner und schwarzer Tee unterscheiden sich lediglich im Herstellungsprozess.

Die nachgewiesenen Wirkungen von  Grünem Tee sind beachtlich

  • senkt das Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen
  • beugt der Krebsentstehung vor
  • vermindert die Kariesbildung
  • verhindert die Bildung von Amyloidfibrillen bei Alzheimer und Amyloidose
  • schützt vor Nierensteinbildung

Eine weitere Wirkung ist die Unterdrückung der Metastasierung und Hemmung der Gefäßneubildung womit den Krebszellen wohl die Versorgungslinien gekappt werden (zumindest habe ich als Laie das so verstanden).

Über den 5. und letzten Vortrag werde ich in den nächsten Tagen einen weiteren Blogpost verfassen.

Mehr zu den Vorträgen findet ihr auf der Seite der IHK Saarland.

Nachtrag: Gerade noch einen Artikel zu Rotwein gefunden: Rotwein-Mythos – Was ist dran?

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vandalay / photocase.comMehr als wir verdauen können, Strategien zum Umgang mit der Informationsflut. Unter diesem Motto hatte der aid, der Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz e.V. zum diesjährigen Forum eingeladen und 300 Personen waren gekommen. Abgesehen von dem nicht kleinen Wermutstropfen wie fehlenden Parkplätzen und einem viel zu kleinen, und in seinem 70er Jahre Chic nicht zu unterbietenden Raum, war es eine großartige Veranstaltung. Nachhaltig beeindruckt hat mich der Vortrag von Prof. Dr Christoph Klotter, (Dipl. Psych., Psychologischer Psychotherapeut). Er ist Professor für Ernährungspsychologie und Gesundheitsförderung an der Hochschule Fulda sowie Dekan des Fachbereiches Oeocotrophologie. Forschungsschwerpunkte: Adipositas und Gesundheitsförderung

Sein Vortrag trug den Titel „Warum wir es nicht schaffen, gesund zu bleiben“.

Zuerst räumte er mal mit der Überzeugung auf, wir würden immer kränker. Das Gegenteil ist der Fall:

• Die Lebenserwartung steigt immer noch

• Trotz älter werden erwarten uns mehr behinderungsfreie Jahre als früher

• Adipöse leben deutlich länger als noch vor 30 Jahren, mit Ausnahme der Diabetiker.

Unsere Wahrnehmung ist jedoch eine andere, und dass es immer noch Tod und Leiden gibt, kollidiert mit dem Anspruch der Moderne durch Fortschritt Tod und Leid zu minimieren, und eines Tages zu eliminieren. Da uns dies aber immer noch nicht gelungen ist, bleibt ein unterschwelliges Gefühl des Scheiterns zurück.

Zudem sehen wir uns einer ständigen Wertekonkurrenz gegenüber. Die Nachwirkungen der bürgerlichen Aufklärung (Vernunft und Fortschritt) und der Romantik mit ihrer Todessehnsucht und der Abenteuerlust. Übertragen auf die heutige Zeit heißt das: Im Beruf rational, zielstrebig und fleißig im Privaten die Freiheit und das Risiko (z.B. durch extreme Sportarten die immer mehr an Zulauf gewinnen) auskostend. So sind wir gefangen im Spannungsfeld zwischen planerisch, gesund und gefährlich.

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Ein unglaublich spannendes Video über den Einfluss den Menschen um uns herum auf uns ausüben können. Nicholas Christakis , Mediziner und Prof für Gesundheitspolitik in Harvard beginnt seine Rede mit dem Witwer-Effekt, d.h., dass wenn der eine Ehepartner stirbt der zurückgebliebene bald darauf an gebrochenen Herzen stirbt und endet damit wie wichtig soziale Netzwerke sind. Ein Video, dass viel zu denken gibt.

Wer die Ted Reihe noch nicht kennt, dem kann ich nur raten ab und zu mal reinzuschauen, oder sie auf you Tube zu abonnieren.

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Zu einem Workshop mit dem Thema “Nachhaltigkeit“ haben wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen. Und schon in der Einladung klar gemacht, worum es geht, und worum es nicht geht:

Keiner von uns kann alleine die Welt retten und nur wegen uns wird sie auch nicht untergehen, aber dass wir nicht so weiter machen können wie bisher, ist auch klar. Wir entnehmen der Natur mehr als nachwächst, wir gehen mit Energie um, als würde sie unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Eingeladen hatten wir uns wirklich kompetente Fachleute. Dr. Hannes Petrischak und Michael Matern von der Asko Europa-Stiftung. Die Asko Europa Stiftung hat gemeinsam mit der Stiftung Forum für Verantwortung und der Europäischen Akademie Otzenhausen die Bildungsinitiative Mut zur Nachhaltigkeit gestartet.

Im Rahmen dieser Initiative wurde eine 13-bändige Sachbuchreihe herausgegeben, die sich mit den wesentlichen Themen rund um die Nachhaltigkeit befasst wie Wasser, Energie, Klima, Ernährung bis hin zu Wirtschaft. Auch zwei Hörbücher sind erschienen, die man kostenlos bestellen kann und die einen sehr guten Einstieg ins Thema bieten.

Unserer Einladung sind 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefolgt, mehr als wir zu hoffen gewagt hatten. Der Workshop gliederte sich in 2 Teile, einen interessanten Vortrag zum Thema, anschließend ein Brainstorming.

Hier nur ein paar Fakten, die wir an diesem Nachmittag lernten:

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Vor einer Woche ging er zu Ende, der Wissenschaftssommer 2009. Laut Veranstalter haben sich mehr als 40.000 Menschen für die Themen Wissen und Zukunft interessiert und die verschiedenen Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen besucht. Ich war alleine an 4 Tagen vor Ort und habe es in der letzten Minute auch noch geschafft, mich im Zukunftsschiff über unser Leben im Jahr 2030 zu informieren.

40.000 Menschen, das hört sich erstmal nach sehr vielen Besuchern an. Bedenkt man aber, dass es im Saarland alleine 110.000 Schüler gibt, dazu noch 15.000 Studenten, dann erscheint die Zahl doch in einem etwas anderen Licht. Ganze Heerscharen von Klassen hätten die Zeltstadt auf dem Tiblisser Platz stürmen müssen. Leider Fehlanzeige. Die Klasse meines Sohnes ist statt dessen lieber nach Heidelberg gefahren und hat sich dort das Schloss angesehen. Nichts gegen das Schloss und die altehrwürdige Unistadt, aber die steht nächstes Jahr immer noch, der Wissenschaftssommer wird so schnell nicht mehr im Saarland gastieren. Naja dafür ging der diesjährige Wandertag ja zu Mc Donalds (einmal mit dem Zug in den Nachbarort, zu Mc Donalds „gewandert“ und wieder nach Hause). Irgendwas läuft hier doch schief, oder?

Aber zurück zum Wissenschaftssomer. Eine rundum gelungene Veranstaltung. Ich habe viel dazugelernt in den Vorträgen von:

Prof Dr med W. Feiden, Direktor des Instituts für Neuropathologie:

BSE, Prionen und Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung. Vergessen,verdrängt oder überwunden?

Vieles in dem Vortrag war für mich nicht neu, was nicht ganz verwunderlich ist, habe ich mich 1999 – 2000 doch sehr intensiv mit Scrapie, BSE, TSE und Kuru befasst. Danach ist auch bei mir das Interesse erlahmt. Hatte ich 2000 noch eine Statistik über befallene Kühe geführt, so war ich bei der Frage des Prof wieviele Fälle es aktuell in D gibt, überfragt. Geschätzt habe ich 30, in Wirklichkeit ist es 1. Das Problem scheint also aus der Welt. Die Inkubationszeit von 20 Jahren (von der man heute ausgeht) für die Erkrankung an der vCJD (der neuen Version der Krankheit die vermutlich durch den Verzehr von infiziertem Material ausgelöst wird) auch vorbei und der signifikante Anstieg an Erkrankten ist ausgeblieben. Heute weiß man, dass nur Menschen mit einer bestimmten Genvariante gefährdet sind daran zu erkranken. Soweit hörte sich das Ganze nach Entwarnung an. In einem Gespräch nach dem Vortrag wurde es dann aber erst richtig spannend. In einem in The Lancet beschriebenen Versuch wird berichtet, dass infiziertes Hirnmaterial eines Hamsters, das mit Erde gemischt, 3 Jahre lang vergraben wurde nach dem Ausgraben immer noch infektiös war. Dies zusammengebracht mit dem Faktor, dass Tiermehl auch als Dünger Einsatz findet, drängt sich die Frage auf, ob nicht auch für diese Art der Verwendung eine Regelung geschaffen werden muss.

Dr. Andreas Woehr, Leiter der Radioaktivitaetsmessstelle und Strahlenschutzbevollmächtigter der Universitaet des Saarlandes:

Gute Strahlung − schlechte Strahlung: Wie gesund sind unsere Lebensmittel?

Gute Strahlen (Röntgen), schlechte Strahlen (Radioaktivität) eins ist beiden gemeinsam, der Mensch hat kein Sinnesorgan um Strahlung wahrzunehmen. In einem Parforceritt erklärte uns Dr Woehr die Welt der Strahlung, von der Historie über Zerfallszeiten bis zu den Folgen von Tschernobyl. Alle Saarländer wissen, dass die radioakive Wolke wie durch ein Wunder die französischen Grenze respektiert hat und von ihr aufgehalten wurde. Dies wurde damals zumindest in Frankreich behauptet. Fakt ist, dass die radioaktiven Wolken vor allem im bayrischen Wald und über der Pfalz abgeregnet haben. Daher ist auch saarländisches Wildschwein weniger belastet als seine Pfälzer Kollegen (als Saarländerin enthalte ich mich jetzt allen Witzen die mit Schweinen, Verseuchung und Pfälzern gemacht werden könnten).

Die Frage: Wie gesund sind unsere Lebensmittel konnte Dr Woehr in Hinblick auf Radioaktivität positiv beurteilen und zog folgendes Fazit:

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Untertitel: Zur Geschichte des Bibeltextes.

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Ein reißerischer Titel der im Vortragsprogramm der Wissenschaftslounge beim Wissenschaftssommer auf dem Programm stand, der aber seine Wirkung nicht verfehlte. Ca. 20 Zuhörer hatten sich eingefunden, um Prof. Dr. Kraus von der Fakultät für Evangelische Theologie der Universität des Saarlandes bei seiner Beweisführung zu lauschen. Der Titel hätte auch lauten können: „Hatte Jesus nur einen einfachen haploiden Chromosomensatz“?.

Gleich zu Anfang bekamen die Zuhörer Kopien von Bibeltexten in die Hand gedrückt, damit sie das Gesagte mitlesen und nachverfolgen konnten.

Jeder Fremdsprachen kundige Mensch, der sich schon einmal mit Übersetzungen befasst hat, weiß, dass Übersetzungen in den seltensten Fällen 1:1 gelingen. Je nachdem ob der Übersetzer Muttersprachler ist oder nicht und ob er sich bei seiner Übersetzung eher an der Ausgangssprache oder an der Zielsprache orientiert, können Texte differieren. Wichtig ist, dass der Sinn wiedergegeben wird.

Bei der Übersetzung der Bibel vom hebräischen ins griechische wurde bei Jesaja der Begriff Alma (junge Frau) mit Jungfrau übersetzt. Dem Sinn nach und zu dieser Zeit konnte man dies wohl als richtig ansehen. Wäre jedoch Jungfrau gemeint gewesen, hätte im Ursprungstext Betula (Jungfrau) gestanden.

Matthäus zitiert in 1; 22 Jesaja 7;14 „Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben“, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“

Zudem waren Jungfrauen-Geburten zu diesen Zeit noch in anderen Kontexten bezeugt: So soll Alexander der Große von einer Jungfrau geboren worden sein, ebenso wie die ägyptischen Pharaonen und die Kinder der Erzmütter Sarah, Lea und Rebecca.

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Asche auf mein Haupt: Da lebt man im Saarland. Liest jeden Morgen brav die (einzige) regionale Tageszeitung und muss von einer Hamburgerin @diemaschinistin via Twitter erfahren, dass der Wissenschaftssommer diesmal im Saarland stattfindet:

„…bildet er ein großes Wissenschaftsfestival mit mehr als 50 Einzelveranstaltungen. Wissenschaft im Dialog (WiD) organisiert den Wissenschaftssommer für die Zeit vom 20. bis 26. Juni 2009 gemeinsam mit Forschungsinstituten aus Saarbrücken. Bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen will WiD damit Neugierde und die Faszination für Wissenschaft und Forschung wecken.“

Leider hatte ich keine Zeit all die tollen Angebote wahrzunehmen, angefangen vom Zukunftsschiff der MS Wissenschaft bis hin zum Ausstellungszug „Expedition Zukunft“.

3646425591_0c579fbafd_mGereicht hat es aber bisher für die Teilnahme an etlichen Vorträgen im Rahmen der Wissenschaftslounge der Universität des Saarlandes und diverse Tests zum Thema Gesundheit zu absolvieren. So weiß ich nun, dass meine Lungenfunktion blendend ist (7 Jahre Nichtrauchen und 3 mal die Wochen joggen zahlen sich also doch aus), mein Grundumsatz an Kalorien erfreulich hoch, mein Blutzucker und Blutdruck hervorragend und mein BMI und Bauchumfang im Mittelfeld dessen was eine Frau in meinem Alter haben sollte.

Ein toller Nebeneffekt für mich war, dass ich gleich mehrere Twitterer kennenlernen konnte @ReinhardKarger, @ChristofBurgard und @schuehsch, alle vom DFKI.

Ich kann nur jedem empfehlen die Ausstellung auf dem Tbilisser Patz zu besuchen und am besten Kind und Kegel mitzubringen. Auch und gerade für Kinder gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Als geradezu dramatisch empfinde ich es auch, dass viel zu wenig Schulen Ausflüge zu dieser Veranstaltung unternehmen.

3646853381_0585e00f30_mVerschluckbare Kameras die eine Reise durch den Körper ermöglichen, Computer die Stimmungen und Geschlecht scannen können, virtuelle Reisen in 3D Räumen im Fraunhofer Truck, Supermarktszenarien der Zukunft und WII Konsolen mit denen man über Google Maps surfen kann beim DFKI, ein Frühstück im Freien mit Bart Simpson der Fakultät für Geschichts- & Kulturwissenschaften, am Stand der Max-Planck-Gesellschaft Gesichts-Morphing bei dem Kinder einen Blick auf das eigene Aussehen in fünf oder zehn Jahren werfen können. Das und noch unendlich viel mehr gibt es beim Wissenschaftssommer zu erkunden.

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Beginnen wir mit dem Ende bzw. mit dem letzten Vortrag im Rahmen des Zukunftskongress 2009. Referent war Paul Kohtes, Zen-Lehrer, Autor und Gründer der PR-Agentur PLEON Kohtes Klewes. Seine These: Weg von der Spezialisierung, die nur einsam macht und die graue Gehirnmasse so mit Beschlag belegt, dass für Kreativität und Erforschung von Neuem kein Platz mehr bleibt und hin zur Distanzierung, die hilft, zu neuen Ufern zu kommen. Wichtig ist eine klare Orientierung ohne Fixierung. Manager von heute sind zu sehr auf Funktionieren ausgerichtet. Zuverlässig, ehrgeizig und eigene Bedürfnisse hintenanstellen, dabei handelt es sich um Auslaufmodelle. Von der Ver-wicklung zur Ent-wicklung ist die Lösung.

Die Vorträge des ganzen Tages waren so zusammengestellt, dass sie auf die Forderungen von Paul Kohtes perfekt abgestimmt schienen. Zwar waren alle Redner mit Sicherheit die gescholtenen Spezialisten, aber Spezialisten, die es nicht verlernt haben, die Dinge übergreifend zu betrachten.

Sei es der Physiker Vince Ebert, der als Wissenschaftskabarettist das Plenum am Vor- und Nachmittag mit seinen klugen Bonmots erfreut hat (viele davon nachzulesen in: Denken Sie selbst) oder der Innovation Ambassador von Henkel Jens Bode der aus dem Nähkästchen pardon aus der Waschmaschine von Henkel plauderte und verriet wie bei Henkel die wahren Bedürfnisse der Kunden eruiert werden. 

Spannend wie Henkel mit seinen Kunden und einem Innovationsteam zusammen neue Produkte entwickelt. Die Strategie die Jens Bode darlegt zeigt, dass Markenerfolg nicht eben mal so aus dem „Henkel“ geschüttelt wird, sondern einer durchdachten Strategie folgt. Ob es die Beobachtung der Arbeitsgewohnheiten von Kunden in der Küche ist, oder die Henkel Manager, die mit angeschnalltem Schwangerenbauch Bäder putzen müssen. Kundenorientierung steht im Mittelpunkt. Und wenn zum Schluss die Ergebnisse und Entwicklungen von den Kunden zerpflückt werden dürfen, ist das mit Sicherheit ein Garant ein Top Produkt zu entwickeln. So wird ein Großteil des Umsatzes bei Henkel mit Produkten gemacht die nicht älter als 3 Jahre sind.

Insgesamt ein spannender Vortrag und keine Selbstdarstellung wie man das im Allgemeinen geboten bekommt wenn Unternehmensvertreter referieren.

Andreas Haderlein berichtete vom „Crowdsourcing der Zukunft“ und was Netzwerke erfolgreich macht. Netzwerke funktionieren nur, wenn sich die beteiligten Akteure einen Ruf erwerben können und wenn sie den Akteuren einen entscheidenden Mehrwert außerhalb des Internet liefern. Als kleine Demonstration für die Intelligenz der Crowd lässt er uns, nach Beratung mit dem Sitznachbarn, den Inhalt einer 500 ml Dose gefüllt mit Bohnen schätzen. Und oh Wunder, die Crowd liegt ziemlich richtig.

Im Punkto Netzwerk hinken wir in Deutschland ganz schön hinterher. Sind in Brasilien ca 80% der Internetnutzer in sozialen Netzwerken so sind es in Deutschland mal gerade 28%.

Der neue Trend Online organisieren – offline treffen.

Verblüffend auch die Daten und Fakten die Christopher Schläffer, Group Product & Innovation Officer der Deutschen Telekom präsentierte. Seit der 1. Mobilen Funkverbindung 1983 hat sich in diesem Markt bahnbrechendes bewegt. Heute besitze das iPhone die Speicher- und Rechenkapazität der kompletten Apollo Mission und zwar sowohl im All als auch auf der Bodenstation. In 10 Jahren werden wir  in jedem Haushalt Verbindungen von 12.000 Megabit/sec haben (zu heute 3) und 4 Milliarden Menschen werden in 3 Jahren mobile Telefone besitzen.

Nach diesem Einblick in die Mobilfunkwelt und in Open source System, auf die der Redner auch noch detailliert einging, sprach Jeanette Huber vom Zukunftsinstitut über C(r)ash Creativity.

Sie beleuchtete die Motivation der Menschen beim Discounter einzukaufen. Die reine Preisfrage und Ersparnis ist zu kurz gesprungen, vielmehr kommen Faktoren wie:

  • Sportliche Schnäppchenjagd
  • Überforderung
  • Misstrauen
  • Suche nach Erdung

zur puren Notwendigkeit beim Discounter einzukaufen, hinzu.

Die neuen Schlagworte sind Liberté, Egalité, Portemonnaie.

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Die Abschlussfeier des Fachbereichs Betriebswirtschaft der HTW wurde heute mit einem schönen Rahmenprogramm in der IHK begangen. Neben den Absolventen, waren zahlreiche Professoren der HTW, der Partneruniversität in Enschede, IHK Mitglieder und Firmenvertretet zur Verleihung des Abschlusses gekommen. Die musikalische Umrahmung wurde von 2 Professoren vorgenommen, die mehrere Stücke auf E-Gitarre und Klarinette darbrachten. Der Festvortrag gehalten von einer saarländischen Unternehmerin trug den Titel: „Sicherheit im Wandel – Schlüsselfaktoren für den beruflichen Erfolg“. Bis hierhin alles normal und „handelsüblich“. Nachdem die Studenten ihre Abschlussurkunden (Diplom, Bachelor und Master) in Empfang genommen hatten, schritt Prof. Firlus, der Vorsitzende des Fachbereichs BW zur Ehrung der besten Studenten.


6 Büchergutscheine wurden als Auszeichnung vergeben und jetzt dürfen meine geneigten Leser mal raten wie hoch die Frauenquote war. Ich geb einen kleinen Tipp, sie war hoch. Eine Dame nach der anderen wurde aufgerufen und als dann 6 jungen Damen vor dem Publikum standen, war klar, dass der Studiengang BW ganz dringend eine Männerquote braucht. Was mich aber dazu bewogen hat, darüber zu schreiben war  die Haltung mit der die jungen Absolventinnen ihre Auszeichnung entgegennahmen. Die erste wollte sich erst gar nicht melden, es war ihr sichtlich mehr als unangenehm, durch eine so gute Leistung aufgefallen zu sein. Der Körper sprach Bände: „Mauseloch tu dich auf und verschluck mich“. Auch von den nachfolgenden 5 Kandidatinnen kam keine mit stolz geschwelltem Brustkorb oder zumindest aufrechten Ganges nach vorne. Ich hätte gerne zum Vergleich einen der jungen Männer gesehen. Ob die sich auch so verhalten hätten? Ich wage es ganz stark zu bezweifeln.

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Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an: bachmichels(at)web.de Oder folgt mir auf Twitter: @ApfelMuse und @schlauerBacken

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