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Mit dem folgenden Video möchte ich euch einen kleinen Einblick in einen Teil meiner beruflichen Welt vermitteln. Seit meiner Kindheit ist die Zeit der Ernte für mich die schönste Zeit im Jahr. Wenn die Bauern mit ihren Traktoren auf den Hof fahren und das Getreide bringen, ist es so wie es schon immer war und hoffentlich noch lange bleiben wird. Klar heute kommt kein Bauer mehr mit Pferdefuhrwerk und hat das Getreide in Säcken auf dem Anhänger, wie ich es früher noch erlebt habe, aber es hat immer noch etwas sehr ursprüngliches.

Und dann die Geruchmischung aus warmem Getreide und Staub, das Geräusch der Kipper beim entladen, die Gespräche mit den Bauern, das hat alles seinen ganz besonderen Reiz für mich. Und so versuche ich Jahr für Jahr wenigstens für ein paar Stunden an der Gosse (so heißt der Trichter im Boden in den das Getreide abgeladen wird) zu stehen und mit den Bauern über die gute oder schlechte Ernte, die gerechten oder ungerechten Preise, und über Gott und die Welt zu reden.

In diesem Jahr hatte ich die Videokamera dabei und habe mich als Amateur darin versucht, diese ganz besondere Stimmung einzufangen.

120.000 Tonnen Getreide verarbeiten wir jährlich zu Mehl, Haferflocken und Backmischungen, das entspricht fast der gesamten saarländischen Ernte.

Ich arbeite gerne. Und auch den Spruch von Heiko Banaszak „Ja, ich arbeite gern über 40 Stunden pro Woche“ kann ich durchaus unterschreiben. Aber es gibt Tage da macht es mehr und Tage da macht es weniger Spaß. Tage an denen es mehr Spaß macht sind z.B. solche, an denen die Grenzen zwischen Geschäft, Kultur und Marketing fließend sind. Seit ich 2007 von „Gräfin Catharina“ in den Stand einer Hoflieferantin für Barock-Brot erhoben wurde, tausche ich schon mal das Büro für ein eher barockes Umfeld und stehe „meiner Gräfin“ bei diversen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen für die BarockStraße SaarPfalz zur Verfügung.

Wie es dazu kam, dass ich ab und zu von den präferierten Hosen auf ein barockes Kleid mit Reifrock umsteige, das könnt ihr im SZ-Artikel von Yvonne Wildschütz  nachlesen.

Foto: Yvonne Wildschütz

Gräfin und Hoflieferantin im Turbinenhaus der Bliesmühle Foto: Yvonne Wildschütz

Als Hoflieferantin befinde ich mich übrigens in guter Gesellschaft, so gibt es noch eine gräfliche Torte, das passende Bier, Porzellan, eine Rosensorte und noch vieles mehr.

Vor einer Woche ging er zu Ende, der Wissenschaftssommer 2009. Laut Veranstalter haben sich mehr als 40.000 Menschen für die Themen Wissen und Zukunft interessiert und die verschiedenen Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen besucht. Ich war alleine an 4 Tagen vor Ort und habe es in der letzten Minute auch noch geschafft, mich im Zukunftsschiff über unser Leben im Jahr 2030 zu informieren.

40.000 Menschen, das hört sich erstmal nach sehr vielen Besuchern an. Bedenkt man aber, dass es im Saarland alleine 110.000 Schüler gibt, dazu noch 15.000 Studenten, dann erscheint die Zahl doch in einem etwas anderen Licht. Ganze Heerscharen von Klassen hätten die Zeltstadt auf dem Tiblisser Platz stürmen müssen. Leider Fehlanzeige. Die Klasse meines Sohnes ist statt dessen lieber nach Heidelberg gefahren und hat sich dort das Schloss angesehen. Nichts gegen das Schloss und die altehrwürdige Unistadt, aber die steht nächstes Jahr immer noch, der Wissenschaftssommer wird so schnell nicht mehr im Saarland gastieren. Naja dafür ging der diesjährige Wandertag ja zu Mc Donalds (einmal mit dem Zug in den Nachbarort, zu Mc Donalds „gewandert“ und wieder nach Hause). Irgendwas läuft hier doch schief, oder?

Aber zurück zum Wissenschaftssomer. Eine rundum gelungene Veranstaltung. Ich habe viel dazugelernt in den Vorträgen von:

Prof Dr med W. Feiden, Direktor des Instituts für Neuropathologie:

BSE, Prionen und Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung. Vergessen,verdrängt oder überwunden?

Vieles in dem Vortrag war für mich nicht neu, was nicht ganz verwunderlich ist, habe ich mich 1999 – 2000 doch sehr intensiv mit Scrapie, BSE, TSE und Kuru befasst. Danach ist auch bei mir das Interesse erlahmt. Hatte ich 2000 noch eine Statistik über befallene Kühe geführt, so war ich bei der Frage des Prof wieviele Fälle es aktuell in D gibt, überfragt. Geschätzt habe ich 30, in Wirklichkeit ist es 1. Das Problem scheint also aus der Welt. Die Inkubationszeit von 20 Jahren (von der man heute ausgeht) für die Erkrankung an der vCJD (der neuen Version der Krankheit die vermutlich durch den Verzehr von infiziertem Material ausgelöst wird) auch vorbei und der signifikante Anstieg an Erkrankten ist ausgeblieben. Heute weiß man, dass nur Menschen mit einer bestimmten Genvariante gefährdet sind daran zu erkranken. Soweit hörte sich das Ganze nach Entwarnung an. In einem Gespräch nach dem Vortrag wurde es dann aber erst richtig spannend. In einem in The Lancet beschriebenen Versuch wird berichtet, dass infiziertes Hirnmaterial eines Hamsters, das mit Erde gemischt, 3 Jahre lang vergraben wurde nach dem Ausgraben immer noch infektiös war. Dies zusammengebracht mit dem Faktor, dass Tiermehl auch als Dünger Einsatz findet, drängt sich die Frage auf, ob nicht auch für diese Art der Verwendung eine Regelung geschaffen werden muss.

Dr. Andreas Woehr, Leiter der Radioaktivitaetsmessstelle und Strahlenschutzbevollmächtigter der Universitaet des Saarlandes:

Gute Strahlung − schlechte Strahlung: Wie gesund sind unsere Lebensmittel?

Gute Strahlen (Röntgen), schlechte Strahlen (Radioaktivität) eins ist beiden gemeinsam, der Mensch hat kein Sinnesorgan um Strahlung wahrzunehmen. In einem Parforceritt erklärte uns Dr Woehr die Welt der Strahlung, von der Historie über Zerfallszeiten bis zu den Folgen von Tschernobyl. Alle Saarländer wissen, dass die radioakive Wolke wie durch ein Wunder die französischen Grenze respektiert hat und von ihr aufgehalten wurde. Dies wurde damals zumindest in Frankreich behauptet. Fakt ist, dass die radioaktiven Wolken vor allem im bayrischen Wald und über der Pfalz abgeregnet haben. Daher ist auch saarländisches Wildschwein weniger belastet als seine Pfälzer Kollegen (als Saarländerin enthalte ich mich jetzt allen Witzen die mit Schweinen, Verseuchung und Pfälzern gemacht werden könnten).

Die Frage: Wie gesund sind unsere Lebensmittel konnte Dr Woehr in Hinblick auf Radioaktivität positiv beurteilen und zog folgendes Fazit:

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Absolut fassungslos umschreibt nur sehr unzulänglich meine Reaktion auf die Nachrichten, die ich so nur auf SR 1 im „Stand der Dinge“ gehört habe. Bei einer Demo von Milchbauern vor dem EU-Parlament in Brüssel wurden Bauern von Polizisten niedergeknüppelt und Wasserwerfer eingesetzt. Googelt man diesen Vorfall findet man so gut wie nichts. Kein Video, keinen Bericht, keine Nachrichten. Viel über die Vorgänge in Berlin und die Herabsetzung der Preise für Agrardiesel, aber über diesen unfassbaren Vorgang findet man nur Randnotizen.

Geht man so mit verzweifelten Menschen um, die über Demonstrationen auf ihre Misere aufmerksam machen wollen? Die dafür streiten, dass sie für die Lebensmittel, die sie erzeugen, nicht mit Beträgen abgespeist zu werden, die noch nicht einmal die Kosten decken? Jeder Arbeitnehmer darf demonstrieren, wenn es um den Erhalt seines Arbeitsplatzes geht. Geht man auf sie mit Schlagstöcken los? In Deutschland ist das Recht auf Demonstration im Grundgesetz verankert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies im belgischen Recht nicht gelten soll.

Am allerschlimmsten finde ich allerdings den fehlenden Aufschrei. Niemand, der diese Ungeheuerlichkeit anprangert. Auf Bauern kann man anscheinend eindreschen und es ist noch nicht mal einen Beitrag in den Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Sender wert.

Den Podcast von SR 1 finden Sie hier. Der Beitrag über die Demo in Brüssel ab Min 2:30.

Das folgende Chart des Bayerischen Bauernverbandes zeigt sehr deutlich, was bei den Landwirten für die von ihnen erzeugten Produkte noch hängenbleibt.

Das kommt beim Bauern an_Lebensmittelpreise_2009_A3

 

 

Seit gestern ist sie vorbei, die Fastenzeit. Solltet ihr vielleicht euren Kaffeekonsum eingeschränkt bzw. eingestellt haben, so kann der folgende Kurzfilm als Warnung dienen es langsam angehen zu lassen 🙂

via Blogeintrag bei movedme , bei Twitter @Taoteaking

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Referent des 3. Agrar Dialogs zu dem Bauernverband Saar und die Juchem Gruppe interessierte Landwirte eingeladen hatten, war Dietrich Holler, Chefredakteur des Ernährungsdienstes. In einem Parforceritt erläuterte er den Anwesenden die Gründe die zum „Weizen-Sommermärchen 2007″ mit Preisen von bis zu 300 € für die Tonne geführt haben ebenso wie den „Winteralptraum 2008″ in dem die Preise sich kurzerhand halbierten. Hausse und Baisse sind zu einem guten Teil Spekulanten geschuldet, die 2007 die Preise in lange nicht mehr gesehene Höhen getrieben hat und durch das Aussteigen aus diesen Märkten auch einen Teil des Preisverfalls verschuldet haben. Weltweit sehr gute Ernten, die Flächenausdehnung durch die Landwirtschaft als Antwort auf die hohen Preise im Vorjahr und sinkende Energiekosten haben ihr übriges getan.

Und obwohl der Großteil des erzeugten Getreides am Ort der Erzeugung auch verbraucht wird und es daher so etwas wie einen Weltmarktpreis für Weizen nicht geben dürfte, schlagen die Schwankungen der Weltgetreideernte die bis zu 650 Mio Tonnen betragen können, auf die Preisgestaltung durch.
Die Weltgetreideernte 2007 betrug übrigens 2.317.990.688 Tonnen für 2009 wird eine Rekordernte erwartet. Weltweit gehandelt werden von dieser Menge laut Aussage des Referenten nur 5% da der Großteil des Getreides am Ort der Erzeugung auch verbraucht wird.
Die größten Getreideproduzenten der Welt sind:
1. China
2. USA
3. Indien
die zusammen etwa 50% zur Weltgetreideproduktion beitragen. 60% des Düngers für Getreide werden übrigens im asiatischen Raum verbraucht.

 

 

„Alles Bio oder was?“ unter diesem Titel hatten die Vereine NanoBioNet und Biopher alle interessierten Verbraucher und Produzenten eingeladen, sich ein Bild darüber zu machen, wie es um Bio Lebensmittel in Deutschland bestellt ist. Von der Resonanz waren die Veranstalter überwältigt. Der Sitzungssaal im Homburger Rathaus war bis auf den letzten Platz besetzt.

Der erste Impulsvortrag von Frau Dr Teufel vom Öko-Institut trug den Titel: „Wie nachhaltig sind Bio Lebensmittel„. Das Öko-Institut, eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen, beschäftigt sich u.a. mit den Umweltauswirkungen von Lebensmitteln.

Für die meisten Zuhörer dürfte es neu gewesen sein, dass unsere Ernährung mit 16% den gleichen Anteil an den CO2 Emissionen hat wie die Mobilität. Die meisten Treibhausgase entstehen dabei durch die Fleisch- und Milcherzeugung.

Zusammen mit namhaften Unternehmen wie DM, Frosta, Tchibo u.a. haben der WWF und das Öko-Institut das „Product Carbon Footprint“ Pilotprojekt kurz PCF gestartet. Die beteiligten Unternehmen lassen hierbei von mindestens einem ihrer Produkte den Carbon Footprint bestimmen. Die Ergebnisse und Fußabdrücke der untersuchten Produkte können sie hier nachlesen.

Herausgegriffen für den Vortrag hat Frau Dr Teufel die Berechnung für einen Kaffee von Tchibo. Erstaunlicherweise entsteht der Großteil der Treibhausgase bei der Produktion von Kaffee im Ursprungsland, ein weiterer Löwenanteil entfällt auf die Zubereitung. Den größten Fußabdruck bei den Zubereitungsarten hat der Kaffeevollautomat, wobei Frau Dr Teufel zu bedenken gab, dass dieses Ergebnis alleine durch den Faktor relativiert werden muss, dass durch die Einzeltassenzubereitung wesentlich weniger Kaffee zubereitet wird. Die Menge an CO2 die die Bundesbürger durch ihren Kaffeekonsum produzieren entspricht dem CO2 Ausstoß eines Mittelklasse PKWs mit einer Jahres-KM-Leistung von 12.000 km.

Klimaschutzpotentiale bestehen bei:

• Dem Bezug von Rohwaren
• Entwicklung von Produkten
• den Verarbeitungsprozessen
• der Logistik
• der Lagerung
• beim Verbraucher und hier bei
o Einkaufsfahrten
o Lagerung im Haushalt
o Speiseplan

Lesenswert in diesem Zusammenhang sind die Erkenntnisse des Projektes Ernährungswende.

Der 2. Redner des Abends war der Präsident des Bioland Verbandes Thomas Dosch. Sein kurzweiliger Vortrag trug den Titel: „Bio oder Nicht-Bio, ist das die Frage?“

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Es gibt Tage und Wochen die haben es in sich. Sonntagmorgen beim wachwerden hatte ich von der Aktion des Twitchhikers noch nichts gehört und 3 Tage später sind wir ein Ziel das Paul auf seinem Weg nach Neuseeland ansteuert.

Und alles über Twitter, das geniale Mikrobloggingsystem. Schnell war die Idee geboren, das ganze auch beruflich zu nutzen und als Firma zu twittern. Neues aus der Lebensmittelindustrie und alles rund um die Ernährung sowie nützliche Tipps für unsere Kunden und die Besucher unserer Seiten. Unserer unglaublich engagierte Internetagentur raum3 habe ich den Auftrag zur Umsetzung am Montag morgen gegeben und heute 2 Tage später steht das Ganze. Ich bin begeistert. Vielen Dank ans komplette raum3 Team und alle dort die ich mit meinen Ideen manchmal an den Rande der Verzweiflung bringe.

Unsere Tweets könnt ihr mitverfolgen unter @JuchemFood oder über unsere Homepage www.juchem.de 

So und in 1 Stunde fahre ich zum Bahnhhof und nehme dort den Twitchhiker in Empfang.

Was der Twichhiker zu essen bekommt?  Lest selbst:

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Lernen und Ernährung für Hungernde sind üblicherweise keine Themen die etwas gemeinsam haben. Die Initiative FREE Rice verbindet diese Begriffe auf eine sehr spannende und vor allem hilfreiche Weise. Sie hat sich 2 Ziele gesetzt:

1. Kostenlose Bildung für Alle bereitzustellen
2. Dazu beizutragen den Welthunger zu beenden

Erreicht werden sollen diese Ziele über die Verbindung von Wissensfragen mit einer Spende von Reiskörnern. Jede richtig beantwortete Frage generiert eine Spende von 10 Reiskörnern, die an das World Food Programme der UN gespendet werden, die die Distribution übernimmt. 20.000 Reiskörner decken die Tagesration eines Erwachsenen ab. Gestartet wurde die Initiative im Oktober 2007 und hat bis zum heutigen Tag mehr als 59.445.537.200 Reiskörner „eingespielt“. Finanziert werden die Reisspenden der Lernwilligen über Werbung.

Am besten Ihr probiert es gleich mal aus. Je größer Euer Wissen, umso größer die Spende. Aber auch der Lerneffekt kommt nicht so kurz. Falsch beantwortete Fragen tauchen in unregelmäßigem Rhythmus so lange wieder auf bis sie „sitzen“. Im Gegensatz zu den Anfangsseiten in denen nur englische Vokabeln gepaukt werden konnten, stehen heute viele verschiedene Wissensbereiche zur Auswahl von Kunst, über Chemie, Erdkunde, Grammatik und Vokabelfragen bis zu Mathematik.

Das nachfolgende Video ist zwar schon etwas veraltet, gibt aber dennoch einen guten Einblick in die Initiative.

Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an: bachmichels(at)web.de Oder folgt mir auf Twitter: @ApfelMuse und @schlauerBacken

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