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Ihr macht mir Angst.

Ihr drapiert eure Häuser mit Bettlakengroßen Deutschlandfahnen

Ihr blockiert stundenlang die Kreuzung und lauft unkontrolliert auf der Hauptstrasse herum

Ihr tyrannisiert eure Umgebung mit unerträglichem Lärm und stundenlangem Gehupe.

Und das alles, weil 11 sportliche Jungs das machen, wofür sie exorbitant gut bezahlt werden? Sie gewinnen ein Vorrundenspiel. Hallo Vorrunde, meine Güte.

Ich bin eben durch einen vollkommen entfesselten Pulk von Menschen gefahren, die  außer Rand und Band waren. Anscheinend durch den Sieg der deutschen Mannschaft unverwundbar geworden, denn wie sonst ließe es sich erklären, dass etliche mitten auf der Hauptstrasse herumgelaufen sind. Mitten auf der Kreuzung parkt ein Auto mit geöffnetem Kofferraum in dem eine riesige Musikanlage die Kreuzung beschallt. Das nebenan mit Blaulicht parkende Polizeifahrzeug scheint nicht zum räumen gekommen zu sein, sondern zum Schutz.

Soll das jetzt nach jedem gewonnenen Spiel so sein? Wie lässt sich das noch steigern wenn wir ins Halbfinale kommen oder gar ins Finale. Für mich seit dem Erlebnis eben auf der Kreuzung eher eine Horror- als eine Wunschvorstellung.

Warum ich „ihr“ schreibe? Weil ich das Gefühl habe, dass es kaum noch jemand gibt, der sich von dieser Hysterie nicht anstecken lässt. Und sorry ich verstehe es nicht. Ich verstehe, dass man gewisse Sportereignisse toll finden kann. Auch dass man während des Spiels fiebert und sich riesig freut. Aber diese alles okkupierende Massenhysterie, die verstehe ich nicht.

Nachtrag 1: Gerade auf Twitter gefunden, das passt so klasse:

Nachtrag 2: Public Viewing – Die Fußball-WM als religiöses Fest

Nachtrag 3: Nach dem Spiel gegen Ghana liess sich der Terror noch steigern .

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Wir hören täglich die schrecklichen Zahlen wieviel Öl jeden Tag in den Golf von Mexiko strömt. Hieß es anfangs noch 800.000 Liter am Tag, sprechen Experten heute davon, dass es auch die 5-fache Menge sein könnte. Jeden Tag hören wir von erfolglosen Bemühungen diese unvorstellbare Katastrophe zu beenden. Sehen Unterwasservideos und Fotostrecken über die Ausbreitung und die Verzweiflung wächst. Aber wie bei so vielen Katastrophen die sich ereignen, ist das Geschehen weit weg und kann immer wieder aus den Gedanken verbannt werden.

Aber was wäre wenn, ja wenn die Ölkatastrophe sich nicht unendlich weit weg ereignet hätte, sondern genau vor unserer Haustür? Auf der Seite beowulfe.com könnt ihr euren Wohnort oder jeden anderen x-beliebigen Ort eintragen und das Ganze aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Und natürlich müssen wir genau das auch tun. Das Öl breitet sich zwar nicht vor unserer Haustür aus, aber auf unserem Planeten und wir alle  tragen durch unser Verhalten dazu bei, dass  so etwas passieren konnte und immer wieder passieren wird. Energie sparen und sich umweltfreundlich verhalten, das sollen doch bitte immer erst die anderen. Wir trennen doch schon unseren Müll und drehen das Wasser beim Zähne putzen ab. Es wird Zeit, dass wir ALLE wach werden und unsere Konsumgewohnheiten und sorglose Ressourcenverschwendung überdenken. *

Und so sähe das Ganze im Ärmelkanal aus:

30. Mai 2010

30. Mai 2010

via

Weitere Bilder aus der grausamen Realität  auf Boston.com und Hintergrundinfos auf Spon.

* Lesenswerte Bücher:

Nachtrag:

Die oben gezeigten Screenshots habe ich vor 2 Tagen gemacht, heute sieht das Ganze schon so aus:

1. Juni 2010

1. Juni 2010

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Illustration Claudia Schramm

I ain´t afraid heißt der Song von Holly Near der mich sowohl vom Text als auch von der Musik her begeistert hat. Gerade vor dem Ausgang der Minarettabtstimmung in der Schweiz ist es wichtig, beim Thema Religion und Andersartigkeit genauer hinzuschauen. Wovor wir Angst haben und vor allem ob es wirklich die Religion ist, vor der wir Angst haben oder vor dem, was in ihrem Namen an Verbrechen begangen wurde und wird.

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Das 14. Türchen am AdventPodcast von @ChiliConCharme unterstützt den Verein Kölner Selbsthilfe

An meinem Haus sind jetzt mehr „Türchen“ geöffnet als geschlossen und auch im Making of von Claudia nehmen die Bilder langsam aber sicher Gestalt an.

Für den Text des Liedes (leider nur in englisch)  klickt bitte hier auf Weiterlesen

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Jetzt hat es mich auch erwischt. Ob es sich dabei um Erkältung, Grippe – in der normalen Variante oder der heutzutage gerne genommenen Omnivoren-Version handelt, oder ob ich mir einfach nur eine hundsgewöhnliche saarländische Freck (gibt es nur im Doppelpack mit der Flemm) eingefangen habe, ich weiß es nicht. Das einzige was ich mit Sicherheit sagen kann ist: Die Wetterlage im Kopf ist neblig bis trüb und die Knie fühlen sich nach allerbestem Pudding an. Zeit genug also, um sich ein bißchen darüber zu informieren, ob man sich hättte impfen lassen sollen oder nicht. Ob die Schweinegrippe uns alle dahinraffen wird oder uns im Gegenteil vor Schlimmerem bewahrt. Passend zum Thema habe ich euch ein paar interessante Artikel zusammengestellt:

und ein Artikel der den ganzen Hype einfach nur gelassen betrachtet und die Fakten sortiert: Monitor: „Horrorszenarien: Die Schweinegrippe und die Medien“

Also ich habe die Ärzte und Apotheker meines Vertrauens gefragt und kaum einer lässt sich impfen. Normale Grippeimpfung ja, Schweinegrippe nein danke. Weitere (wenn auch nicht wirklich ernst zu nehmende) Testimonials: Horst Schlämmer während seines Wahlkampfs: „Schweinegrippe, mit uns nicht“ und Juppi Heesters der sich auch nicht impfen lässt, er habe schon den ersten Weltkrieg und die Spanische Grippe überlebt.

Interessante Artikel zum Thema Schweinegrippe:

Nicht ganz ernst gemeint:

Natürlich kann man der Schweingrippe auch auf Twitter folgen (ohne sich anzustecken): @schweinegrippe

Ganz besonders witzig fand ich das folgende Video von Leo Wundergut der auf geniale Weise den Klassiker: „Kein Schwein ruft mich an“  mit einem neuen Text aufgenommen hat.

Video gefunden auf Twitter via MrsSnuggle

Wundergut hat auch ein Twitteraccount (noch) ohne Follower: @wundergut. Mehr zu Leo Wundergut  unter Leo Wundergut & Swiss Tenors

Ein Motiv von Saatchi & Saatchi Singapore für „Domestic Violence“. Titel: Verbal abuse. Braucht es da noch Worte?

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Mein neuestes Fundstück. Getwittert wurde es von Claudia Pfeiffer über ihren Account @LachyogaSAAR. Zu diesem Video muss man keine Worte verlieren, die Bildsprache ist einfach phantastisch. Mich hat das Video zutiefst berührt. Und es im Twitterstream untergehen zu lassen, dafür ist es viel zu schade. Denn in den 1:28 Minuten enthält der Film mehr, als viele schlaue Ratgeberbücher auf 300 Seiten.

Die Botschaft hat uns alle in den letzten Wochen über mehrere Kanäle erreicht. Ob als Headline in der Zeitung oder Nachricht im Fernsehen: SMS schreiben beim Autofahren erhöht das Unfallrisiko. Ob diese recht nüchterne Schlagzeile sein – jugendliches- Publikum erreicht? Am stärksten betroffen dürfte wohl gerade die Gruppe der Fahranfänger sein und die werden die Meldung wohl gerne überhören. Aber auch ältere Semester sind schon beim Tippen von Kurzmitteilungen am Steuer erwischt worden.

Das hat sich wohl auch die walisische Polizei gedacht, die mit einem sehr viel drastischeren Medium aufwartet, einem Video. Das Video ist wirklich äußerst brutal, wird aber meiner Meinung nach  seine abschreckende Wirkung wirklich entfalten.

Ich hoffe, dass es jeden, der es gesehen hat, wachrüttelt und dazu führen wird, dass keine SMS mehr am Steuer geschrieben werden. Verteilt dieses Video an alle die ihr kennt, damit es niemanden in eurem Bekanntenkreis geht, wie dem jungen Mädchen in dem Film…

Das Video wurde von youTube übrigens erst ab 18 freigegeben. Video via @tobiashieb

Im Februar haben wir für unsere Kunden einen Informationsabend durchgeführt. Für Schaf-, Ziegen- und Pferdehalter referierte Claudia Behnisch-Hartz, Veterinär und Tierschutzbeauftragte im Umweltministerium des Saarlandes zum Thema „Giftpflanzen auf Weiden und Koppeln“.

Es war ein sehr lehrreicher Abend, an dem auch auf eine Giftpflanze hingewiesen wurde, die seit gestern durch alle Medien geht: Das gemeine Greiskraut oder auch Jakobskreuzkraut.

Diese Pflanze vermehrt sich zurzeit stark auf Weiden und Koppeln. Tiere haben allgemein einen 7. Sinn und fressen sie nicht. Problematisch wird es allerdings wenn Heu gemacht wird und die Giftpflanzen vorher nicht entfernt wurden. Im Heu getarnt können die Tiere das Gift nicht mehr vermeiden.

Jakobs Kreuzkraut

Jetzt ist dieses Greiskraut nicht nur in der Tierernährung zu einem Problem geworden, sondern auch in der menschlichen Ernährung. In einem Plus Markt entdeckte ein Kunde in Rucola Blättern die sehr giftigen Blätter des Greiskrautes, handelte direkt, in dem er alle vorhandenen Packungen aufkaufte und zu einem Untersuchungslabor schickte. Die Firma Plus hat auch umgehend reagiert und die Salatmischung aus dem Angebot geholt.

Das darüber berichtet und aufgeklärt werden muss, ist selbstverständlich. Die Öffentlichkeit muss darüber informiert werden, was passiert ist und worauf sie in Zukunft achten sollte. Was mir in diesem Fall leider nicht zum 1. Mal aufgefallen ist, ist die Art und Weise wie berichtet wird.

Gemeint ist in diesem Fall ein Online Artikel des Focus: Reißerische Headline:

„Nahrungsmittelskandal

Giftpflanze statt Rucola im Salat“

Jetzt fehlt mir leider absolut das Verständnis wo hier der Skandal ist. Hat ein Lieferant wider besseres Wissen die Giftpflanzen nicht aussortiert? Sollte etwas vertuscht werden? Wurde manipuliert? Für mich findet sich im gesamten weiteren Artikel kein Hinweis darauf, dass es sich hierbei auch nur im Ansatz um einen Skandal handelt.

Weiter heißt es im Text: „Ruccola vom Discounter kann mit optisch ganz ähnlichen Blättern versetzt sein“. Also für mich ist versetzen etwas aktives. Da setzt jemand etwas zu. In Wirklichkeit wurden die Pflanzen geerntet und es war (so wie es aussieht) nicht bekannt, dass auf dem gleichen Acker Greiskraut wuchs.

Nach diesem Artikel wird aus dem Rucola Salat dann am nächsten Tag „Giftsalat“. Das hat für mich dann schon eindeutig Bildzeitungsniveau.

Nochmal: Ich möchte den Fund nicht runter spielen. Das Ganze ist ein Riesenproblem, Greiskraut ist gefährlich, es besteht dringender Handlungsbedarf, die Öffentlichkeit muss selbstverständlich informiert werden und die nötigen Schritte müssen eingeleitet werden. Aber muss man das Ganze Skandal nennen? Kann man die Dinge nicht mehr bei den richtigen Namen nennen? Muss alles skandalisiert werden?

Dass man über das Ganze auch unaufgeregt und sachlich berichten kann zeigt die Süddeutsche. Und auch dem Podcast und dem Artikel von SWR Contra: Umwelt und Ernährung gelingt es spielend ohne reißerische Vokabeln zu informieren.

Gute vergleichende Fotos und Informationen findet man in einem Artikel auf dem Newsportal von proplanta: „Giftiges Kreuzkraut in Rucola verunsichert Verbraucher“

Wie singt doch Prof Higgins so schön in My Fair Lady: „Die Sprache macht den Menschen, die Herkunft macht es nicht“

Guter Buchtipp: Die Mechanismen der Skandalierung

In agrarheute.com habe ich im Nachgang zu diesem Blogpost den Artikel gefunden: Ganze Gesellschaft verantwortlich für Lebensmittelsicherheit. Davon kann ich jede Aussage unterschreiben. Zitat aus der Rede von US-Forscher William Hueston:

 „Bauern, Verarbeiter, Handel und Detailhändler würden sich alle darum bemühen, möglichst gesunde, sichere Lebensmittel anzubieten, aber garantieren könne das niemand. Bei der Lebensmittelversorgung handle es sich um eine Verantwortung, die alle gemeinsam tragen müssen, vom Bauern bis zum Konsumenten. Zentral sei dabei, den Konsumenten immer wieder neu aufzuzeigen, dass sie mitverantwortlich sind und eine wichtige Rolle dabei spielen“

Wo liegen die Gefahren beim Klonen von Kühen? Die Diplomarbeit des französischen Grafik-Designers Louis Rigaud wechselt einfach die Sichtweise und thematisiert das Thema Klonen auf ganz eigene Art. Da werden Kühe per Photoshop neu eingefärbt und schon wird aus einer ganz normalen Kuh eine Copyright Geschützte Kuh ®, die scheinbar problemlos durch Klonen vermehrt werden kann. Diesen Film muss man sich öfter anschauen, um all die verstecken Seitenhiebe und Spitzfindigkeiten zu registrieren. Ein Meisterstück.

Zum besseren Verständnis habe ich die wichtigsten Begriffe die nicht selbsterklärend sind in der Reihenfolge ihres Auftauchens im Video übersetzt.

  • une vache                   –           eine Kuh
  • démarrer                    –           betriebsbereit
  • ferme                          –           Bauernhof
  • abattoir                       –           Schlachthaus
  • libérer de l´espace verte       Grünflächen freisetzen
  • taille des icones         –           Icongröße
  • mémoire insuffisante –           Arbeitsspeicher zu klein
  • envoyer                       –           schicken
  • os                                –           Knochen
  • peau                           –           Haut
  • graisse                                    –           Fett
  • fichiers                                    –           Dateien
  • supprimer                   –           beseitigen
  • incinération                –           Verbrennung
  • télécharger                –           downloaden
  • paramètre naturel introuvable  – natürliche Parameter nicht auffindbar
  • veuillez le rechercher            –           wollen sie danach suchen
  • manque de diversité  –           Mangel an Diversität
  • intégrite                     –           Unversehrtheit
  • impossible                  –           unmöglich
  • redémarrer                –           neu starten

Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an: bachmichels(at)web.de Oder folgt mir auf Twitter: @ApfelMuse und @schlauerBacken

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