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Im Blog von Reginas Gedankenwelten gibt es ein Ostergewinnspiel und auch wenn mich Netzgewinnspiele normal eher weniger interessieren, hat mir hier die Aufgabe gefallen: Man soll in den Kommentaren sein Lieblingsgedicht posten. Und eins meiner Lieblingsgedichte ist: „Sozusagen grundlos vergnügt“ von Mascha Kaléko. Und weil es so schön ist und so gut in jede Lebenslage passt und ihr vielleicht die großartige Mascha Kaléko noch nicht kennt, hier das wundervolle Gedicht.

Leider ist es aus Urheberrechtsgründen verboten das Gedicht, auch auszugsweise, wiederzugeben. Das ist sehr schade, vor allem, da mit dem Gedicht viele meiner Blogleser die Mascha Kaléko nicht kennen, bestimmt auf sie neugierig geworden wären. Und der ein oder andere hätte sich bestimmt auch einen ihrer Gedichtbände gekauft, so wie ich es damals getan habe, als ich vor ein paar Jahren über sie gestolpert bin. So bleibt mir nur der Hinweis, sich mit dieser wundervollen Dichterin, ihren Gedichten und ihrem Leben näher zu beschäftigen. Es lohnt sich.

Und wenn ihr den Titel des Gedichtes googlet, dann werdet ihr es auch finden. Ich frage in der Zwischenzeit mal nach, unter welchen Umständen einer Veröffentlichung zugestimmt wird bzw. was es kostet.

 

Bild: Claudia Schramm

Die erste Strophe ist wohl den meisten Menschen noch geläufig , vielleicht auch noch die zweite und die letzte. Als ich diese hier in einem Buch las, kam sie mir überhaupt nicht bekannt vor, hat mich aber direkt angesprochen. Das Abendlied von Matthias Claudius

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

Wie oft ist für uns nur das wahr, was unsere Augen sehen können. Und wie oft ist genau das eine Fälschung (man denke nur an Schönheits-Op´s). Wie oft lassen wir uns durch den äußeren Schein blenden und sehen nicht „The Dark Side of the Moon“.

Wenn ihr möchtet könnt ihr euch die  unten stehende Karte gerne ausdrucken. Gestaltet wurde sie von Claudia Schramm, die auch die wundervollen Türchen hier im Blog gemalt hat.

Illustration Claudia Schramm

Ein Geschenk des Himmels

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist,
dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut
sie einfach zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich
ihr gütiges Lächeln ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend
ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer
wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk
des Himmels sind.

Sie wüssten es,
würden wir es ihnen
sagen!

Wann habt ihr das letzten Mal einem nahestehenden Menschen wirklich gesagt, dass er ein Geschenk des Himmels für Euch ist? Zu pathetisch? Vielleicht. Aber unglaublich wichtig. Seit ich dieses Gedicht gefunden habe, habe ich schon bei ganz vielen Menschen gedacht: Du bist ein Geschenk. Getraut es zu sagen, habe ich mich allerdings nicht.

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Unbedingt reinhören solltet ihr in den AdventPodcast Nr 3. Dort wartet eine Geschichte von Berthold Brecht und die Kindergarteninitiative Ottobrunn.

Für alle Erstleser meines Blogs: Hier ist die Erklärung was es mit den schönen Illustrationen auf sich hat und im Blog der Künstlerin findet ihr die Geschichte wie es dazu kam.

Irina, Grefrath

Foto: Irina, Grefrath

Mein Lieblings-Weihnachtsgedicht stammt von Theodor Fontane:

Weihnachten

Noch einmal ein Weihnachtsfest
Immer kleiner wird der Rest,
Aber nehm‘ ich so die Summe,
Alles Grade, alles Krumme,
Alles Falsche, alles Rechte,
Alles Gute, alles Schlechte –
Rechnet sich aus all dem Braus
Doch ein richtig Leben raus.
Und dies können ist das Beste
Wohl bei diesem Weihnachtsfeste.

Theodor Fontane (1819 – 1898)

Claudia Ricklin, Bolsena, Italien

Foto: Claudia Ricklin, Bolsena, Italien

Auf dem Blog Medien BackSpin habe ich folgende Zahlen zu Bethlehem gefunden

 

19 komplett ausgebuchte Hotels.

1,3 Millionen Touristen werden Bethlehem dieses Jahr besuchen.

30.000 Besucher werden allein an Heiligabend erwartet.

Weitere 5.000 Besucher für die Feiern der Orthodoxen im Januar.

12.000 neue Jobs wegen ansteigender Touristenzahlen.

30 Prozent weniger Arbeitslose im Stadtgebiet während der letzten drei Jahre aufgrund der verbesserten Sicherheitslage.

1.500 PA-Sicherheitskräfte* für die Weihnachtszeit eingestellt.

2.8 Millionen geschätzte Israel-Touristen im Jahr 2008.

Übersetzt heißt Bethlehem übrigens „Haus des Brotes“. Auf der Seite der katholischen Kirche Kassel habe ist das folgende Gebet eines Kindes aus dem Heiligen Land veröffentlicht:

Ich will mir Frieden wünschen
Was soll ich mir wünschen, lieber Gott?
Nur eines wünsche ich mir,
doch nicht für mich allein,
für viele Mütter, Kinder und Väter,
nicht nur diesem Land,
auch in fremden und feindlichen Ländern:
Ich will mir Frieden wünschen.
Ja, um Frieden bitte ich,
und einem kleinen Mädchen schlägst
Du sicher keine Bitte ab.
Du hast das Land des Friedens erschaffen,
in dem die Stadt des Friedens steht,
in dem das Haus des Friedens war,
aber niemals, niemals Frieden ist.
Was soll ich mir wünschen, lieber Gott?

Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben sich übrigens eine ganz besondere Aktion ausgedacht: Das Friedenslicht aus Bethlehem. Auszug aus dem Text der Seite XYZ:

„An Weihnachten wird das Licht in vielen Häusern und Kirchen brennen. Pfadfinderinnen und Pfadfinder tragen es in die Familien, in Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Schulen, in Verbände, öffentliche Einrichtungen und zu Menschen, die im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens und am Rande stehen.“

Auch in diesem Jahr bringen Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu Weihnachten das Friedenslicht aus Betlehem in unsere Gemeinden. Das Licht, das vom ORF in Betlehem entzündet und in Wien an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa und darüber hinaus weitergereicht wird, ist längst zu einem besonderen Symbol in der Weihnachtszeit geworden.“

Noch hält die Tür eine kleine Vorwitznase von den Geschenken fern.

Karsten Jipp, www.photocase.com

Foto: Karsten Jipp, http://www.photocase.com

Was soll ich nur schenken? Die Prinzen haben sogar schon ein Lied zu diesem Dilemma gedichtet und würde man eine Hitliste der am meist gestellten Fragen aufstellen, wäre das mit Sicherheit die unangefochtene Nummer Eins. Zeit also, dass dieses Türchen eine wichtige Hilfestellung anbietet, einmal traditionell in Versform und einmal neumodisch als YouTube Video.

Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die bedachten
die Gaben wiegen,
sei Dein Gewissen rein.
Schenke herzlich
und frei.
Schenke dabei,
was in Dir wohnt
an Meinung, Geschmack
und Humor,
so dass die eigene
Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist
ohne List.
Sei eingedenk,
dass Dein Geschenk
Du selber bist.

Joachim Ringelnatz

Video wieder mit einem Spezial Gruß an meine Schwester, wegen der Musik 😉 Lang, lang ist es her, dass wir auf dem FGTH Konzert waren…

Hinter dem 2. Türchen wartet ein Gedicht von Rilke.

www.photocase.com

Foto: http://www.photocase.com, time2share

Die Dinge singen höre ich so gerne

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott.
Sie wissen alles, was wird und war,
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt gerade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

Rainer Maria Rilke

Ich habe Euch den neben dem reinen Text auch noch eine künstlerische Adaption des Rilke Projektes hinzugefügt. Vielleicht auch eine schöne Geschenkidee zu Weihnachten. Mehr zum Rilke Projekt findet Ihr auch unter you Tube

Finanzkrise 1:

Zurzeit geistert ein Gedicht durch die Blogger Welt das Kurt Tucholsky 1930 in „Die Weltbühne“ veröffentlicht haben soll. Das Gedicht trifft in frappierender Weise unsere heutige Lage und so ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass es einfach ungeprüft immer weiter geschickt wird. Mit ein bisschen Recherche findet man aber einen Artikel in der Frankfurter Rundschau die Ross und Reiter nennt und die Zusammenhänge nennt. Weil das Gedicht aber so schön und auch als Nicht-Tucholsky so treffend ist, will ich es euch nicht vorenthalten:

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken –
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

ANGEBLICH: Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in „Die Weltbühne“ laut Frankfurter Rundschau aber von Richard G. Kerschhofer stammt. Das habe ich allerdings jetzt selbst auch nicht recheriert, ich vertraue einfach mal den alten Medien, dass sie immer noch wesentlich sauberer recherieren als die Blogger Welt.

Finanzkrise 2:

Am 30. Oktober ist der Film „Let´s make money“ angelaufen. Ich habe mir gestern abend die 110 Minuten lange Dokumentation von Erwin Wagenhofer (We feed the world) angesehen.

Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an: bachmichels(at)web.de Oder folgt mir auf Twitter: @ApfelMuse und @schlauerBacken

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