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In Bezug auf Werbespots haben die Deutschen sicherlich die Chance einmal die Goldmedaille zu gewinnen. Nein nicht die vom ADC, sondern die im Wettbewerb „Konstant biedere Werbespots über Jahrzehnte“. Beispiele wie verschieden 2 Nationen ihren Zuhörern das Thema Gebühren näher bringen, zeigen die folgenden Werbespots.

Der Spot für die GEZ stammt aus dem Jahr 1978. Anscheinend ein Jahr bei dem der Durchschnittsdeutsche mit dem Ausfüllen eines Formulars restlos überfordert war. Sorry für die schlechte Qualität. Gemeint ist natürlich die Bildqualität, für die inhaltliche Qualität sind noch keine Bekennerschreiben aufgetaucht, aber wer würde sich zu so etwas volksverdummendem schon freiwillig bekennen.

Was für ein Unterschied zu dem Werbespot für die Notwendikeit von BBC Gebühren aus dem Jahr 1985.

Mal ganz abgesehen von den vielen Prominenten die in den jeweils von ihnen genannten Bereich repräsentieren, wie Michael Hordern, die Two Ronnies, Steve Davies . Mehr konnte ich leider nicht identifizieren (nehme aber gerne sachdienliche Hinweise in den Kommentaren entgegen). Und natürlich schon fast zum Schluss Bob Geldof, der passend zu dem  in diesem Jahr stattfindenden Live Aid Konzert mit der Sammelbüchse rumläuft.

Ich habe nicht damit gerechnet so schnell einen weiteren Blogeintrag über Werbung zu schreiben, aber das Fundstück aus dem Blog von Stefan Niggemeier muss ich unbedingt mit Euch teilen. Während N24 live von der Notlandung im Hudson berichtet, wird am unteren Bildrand Werbung für den Sponsor gemacht. Bevor ihr diesen Link anklickt könnt ihr ja mal raten, wer das gewesen sein könnte. Unpassender geht es wohl kaum.

Noch viel schlimmer war aber vor Jahren eine eon Werbung mit dem Titel: EON sorgt schon heute  für das Gas von morgen! Gedruckt war diese Anzeige unter einem Artikel über  die Schicksale von Sinti im Nationalsozialismus.

eon-werbung2

Hinter dem 18. Türchen lauert blanker Terror. Als Kontrapunkt ist die heutige Tür daher unscheinbar und einfach, rohes Holz umrahmt von Sandstein.

Andrea Juchem, Keller

Foto: Andrea Juchem, Keller

Nichts gegen geschmückte Häuser und Lichterketten, aber man kann alles übertreiben

Auch dem ZDF waren diese Auswüchse einen Beitrag wert

Es müssen u.a. solche Unsäglichkeiten gewesen sein, die die Gestalterin Eva Jung zu der unten abgebildeten Karte inspiriert haben. Wenn Ihr mehr dazu lesen wollt folgt diesem Link . Auch die anderen Seite der Autorin sind absolut besuchenswert: Auf der Seite Mensch Jesus findet Ihr Bilder, Postkarten, Texte und Wallpaper mit sehr deutlichen Stellungnahmen zu Jesus. Eine davon habe ich unten abgebildet. Vielen Dank für das schöne Motiv.

Finanzkrise 1:

Zurzeit geistert ein Gedicht durch die Blogger Welt das Kurt Tucholsky 1930 in „Die Weltbühne“ veröffentlicht haben soll. Das Gedicht trifft in frappierender Weise unsere heutige Lage und so ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass es einfach ungeprüft immer weiter geschickt wird. Mit ein bisschen Recherche findet man aber einen Artikel in der Frankfurter Rundschau die Ross und Reiter nennt und die Zusammenhänge nennt. Weil das Gedicht aber so schön und auch als Nicht-Tucholsky so treffend ist, will ich es euch nicht vorenthalten:

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken –
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

ANGEBLICH: Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in „Die Weltbühne“ laut Frankfurter Rundschau aber von Richard G. Kerschhofer stammt. Das habe ich allerdings jetzt selbst auch nicht recheriert, ich vertraue einfach mal den alten Medien, dass sie immer noch wesentlich sauberer recherieren als die Blogger Welt.

Finanzkrise 2:

Am 30. Oktober ist der Film „Let´s make money“ angelaufen. Ich habe mir gestern abend die 110 Minuten lange Dokumentation von Erwin Wagenhofer (We feed the world) angesehen.

Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an: bachmichels(at)web.de Oder folgt mir auf Twitter: @ApfelMuse und @schlauerBacken

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