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Auf der Fahrt nach Köln war mal wieder viel Gelegenheit, zum Podcast hören. Drei Podcasts sind mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben. Wahrscheinlich, weil sie alle den reflexartigen Gedanken: „das kann es doch gar nicht geben“ ausgelöst haben.

Im Podcast Nummer 1: „Herz IV“ berichtet Renate Fischer aus ihrem Alltag als rechtliche Betreuerin. Alle, die ihre gesunden Vorurteile gegenüber Hartz IV Empfängern weiter pflegen wollen, sei vom Podcast und gleichnamigem Buch: „Herz IV: Aus dem Alltag einer rechtlichen Betreuerin“ strikt abgeraten. Wer sich aber mit einem offenen Blick bzw. Ohr den Nöten dieser Menschen öffnen möchte, erfahren warum alte Menschen trotz Anspruch kein Hartz IV bekommen, oder warum nicht immer nur das notwendige eingekauft wird, dem sei dieser Podcast empfohlen.

Im Podcast Nummer 2: „Gute Psychiatrie- schlechte Psychiatrie“ schaut Susanne Rytina auf die Unterschiede in der Psychiatrie von vor 20 Jahren und heute. Ich war total überrascht, wie noch in den 1990er Jahren, Menschen in der Psychiatrie behandelt wurden. Hätte man mir nur die Beispiele erzählt, ich hätte es in den 60ern angesiedelt. Zu Wort kommen Betroffene die beides erlebt haben, Psychiatrie früher und heute. Sehr hörenswert.

Und Podcast Nummer 3 hat mich vollkommen fassungslos gemacht. In „Alles koscher?“ erzählen Daniela Schmidt-Langels und Otto Langels vom Kampf eines jüdischen Restaurantbesitzers gegen den alltäglichen Antisemitismus. Unfassbar, dass er nicht nur beschimpft, bedroht und sein Eigentum zerstört wird, oft reagieren Behörden und Umgebung auch noch mit Unverständnis, wenn er sich gegen diese Anfeindungen wehrt und sehen ihn als Nestbeschmutzer.

„Er erhielt in den vergangenen Jahren 1400 Drohanrufe, 30 Mal wurden die Außenlampen seines Lokals beschädigt, ein Schweinekopf mit Davidstern lag vor der Tür, Unbekannte zerstachen die Reifen seines Autos.“

Menschen werden in Deutschland 2011 immer noch mit „Jude verrecke“ beschimpft und bedroht. Ich konnte es wirklich nicht glauben.

Alle 3 Podcasts möchte ich meinen LeserInnen sehr ans Herz legen, aber am besten gleich die ganze Reihe: SWR 2 Leben abonnieren.

Eigentlich wollte ich ja nur an die Tankstelle fahren, um ein paar Brötchen zu kaufen und zufälligerweise war ein Sender eingestellt, den ich normalerweise –aufgrund seiner Musikauswahl – eher selten höre. Schade eigentlich, denn die Wortbeiträge von SR3 – der Saarlandwelle,  sind es definitiv wert, Gehör zu finden.

Der Beitrag um den es ging, war so spannend, dass ich geschlagene 20 Minuten im Auto sitzen geblieben bin, um nur ja kein Wort zu verpassen. Das Thema: ausgesetzte Tiere. Beschäftigt habe ich mich mit dem Thema noch nie, zumindest nicht über das hinaus, was man so am Rande mitbekommt, von wegen: besonders schlimm zur Ferienzeit. Die Dimension die das Ganze hat, war mir aber vollkommen fremd. 200.000 Tiere PRO JAHR in Deutschland und in Frankreich. Das kann doch nicht sein, oder? Und welche Grausamkeiten Menschen begehen, damit der gechippte oder tätowierte Hund nicht zu ihnen zurückverfolgt werden kann. Ich hätte es nicht für möglich gehalten.

Wir haben zurzeit 2 Hunde, Betty und Paul. Betty haben wir vor 9 Jahren im Tierheim Dillingen gefunden. Und auch wenn sie alles andere als eine Schönheit war, so war es doch Liebe auf den ersten Blick und nach ein paar Tagen gemeinsamen Spazierengehen, haben wir sie mit nach Hause genommen und es bis heute nicht bereut. 2007 kam dann Paul dazu, auch er hatte, obwohl noch Welpe, schon ein nicht so schönes Schicksal hinter sich.

Betty im Tierheim Juni 2002

Betty und Paul 2009

Für uns sind unsere Hunde Teil der Familie. Sie wegzugeben könnte ich mir nur in der allergrößten Not vorstellen und wenn, dann würde ich mich doch darum kümmern, dass sie in gute Hände kommen. Aber anscheinend haben Hunde und Katzen schon Glück, wenn sie ihr Besitzer noch im Tierheim abgibt, statt sie zu verstümmeln und in Containern zu entsorgen.

Den sehr hörenswerten Beitrag von SR 3 findet ihr hier: Wenn Tiere wie Müll behandelt werden.

Und an alle, die jetzt kommentieren wollen, dass es Menschen gibt, denen es viel schlimmer geht und dass es noch ganz anderes Elend auf der Welt gibt. Ja stimmt, und dennoch ist es wichtig, auf das Elend hinzuweisen, das einem gerade begegnet und das einen bewegt. Und bei dem man durch ein bißchen Sensibilisierung vielleicht schon viel erreichen kann.

Manchmal verschlägt es einem wirklich für ein paar Sekunden den Atem. Da ruft man Web.de auf, um seine Mails zu checken und dann macht einen die Headline: „Sommer(loch)mädchen gesucht“ für einen Moment wirklich sprachlos. Meine erste Reaktion auf Twitter fiel dann auch entsprechend aus.

http://twitter.com/#!/ApfelMuse/status/88975313618477056

Im ersten Moment dachte ich wirklich, Pro 7 hätte seine Sendung allen Ernstes so genannt, aber es war nur „Web.de“ die sich in der Wortwahl vergriffen hatten (danke an @sucomores für den Hinweis).

Reißerische Aufmacher für sensationslüsterne Meldungen bin ich bei Web jetzt wirklich gewöhnt, aber diese Wortwahl, die ist unterirdisch. Achtet eigentlich heute irgendein Click-versessenes Portal noch in irgendeiner Weise darauf, wie es mit Sprache umgeht? Oder macht sich Gedanken darum, dass es Menschen in ihrer Würde herabsetzt in dem es sie als Sommerloch-Mädchen herabwürdigt?

Zufällig habe ich heute eine sehr gute Folge des SWR2 Leben Podcasts gehört mit dem Titel: „Die rosa Welt des neuen Sexismus“. Solltet ihr euch auch unbedingt anhören.

Nachfolgend Links zu ein paar Artikeln und Podcasts die ich sehr interessant fand:

Podcastfolgen vom SWR:

“ Sich und andere ändern“ Doris Weber spricht mit darin mit dem Gehirnforscher Gerhard Roth. Einerseits ist es sehr desillusionierend wie wenig das eigene Verhalten wirklich tief greifend änderbar ist, andererseits auch sehr interessant, welche Gründe dazu führen, dass Menschen sind wie sie sind. Auch auf das Thema Partnerschaft wird eingegangen. Absolut nachhörenswert.

„Weltreise eines T-Shirts“ Eigentlich wissen wir es ja alle. Bei KIK einkaufen geht gar nicht (nicht nur weil einige Mitarbeiter, so wird es in diesem Beitrag ausgeführt, trotz Arbeit noch Hartz IV beantragen müssen) auch viele Nobelmarken in den gleichen Billig Fabriken in Indien produzieren lassen unter Bedingungen von denen wir hier keinen Schimmer haben. T-Shirts die in der Herstellung 1 € kosten werden für 100 € verkauft. Eine Verdopplung des Abgabepreises wäre in unserem Geldbeutel überhaupt nicht zu spüren. Unbedingt anhören und vielleicht doch mal über das eigene Konsumverhalten nachdenken. Da bietet sich natürlich ein dezenter Hinweis auf die öko-soziale Mode von manomama an, die äußerst erfolgreich ein Unternehmen in Augsburg aufgebaut hat, das Mode aus ökologisch hergestellten Stoffen, von ausgebildeten Näherinnen, die lange Zeit arbeitslos waren, zu fairen Löhnen herstellen lässt. Unbedingt nach dem Hören des Podcasts vorbeischauen.

„Die Erfolgsfalle“ Frank Schürer interviewt darin u.a. den Autor Alexander Dill zu seinem gleichnamigen Buch, aber auch Amseln Grün kommt zu Wort. Der Anfang kommt mit ziemlich banalen Weisheiten zum Thema Erfolg daher. Lust darauf, das Buch zu lesen, kommt da nicht auf, weil man nicht den Eindruck bekommt, als würden mehr als Banalitäten aufgearbeitet. Interessant in meinen Augen wird es ab Minute 9 mit den Ausführungen von Rainer Zech, der zwischen Erfolg und Gelingen unterscheidet und später dann bei Anselm Grün, der eine sehr interessante Sicht auf „stumpfsinnige“ Arbeiten (ab Minute 18) wirft und über den Selbstversuch von Henri Nannen berichtet.

USA: Arm aber Öko? Wer gesund einkauft, bekommt das Doppelte auf Lebensmittelmarken.

Artikel :

Viele Menschen sind von langen Autofahrten genervt, ich nicht ;-). Seit meinem 18. Lebensjahr liebe ich es am Steuer zu sitzen. Egal ob am Tag oder in der Nacht, Hauptsache ein einigermaßen „gescheites“ Auto und gute Unterhaltung. Früher hieß das: selbst zusammengestellte Kassetten, dann Hörbücher und seit ein paar Jahren sind Podcasts die idealen Reisebegleiter.

485 Podcast schieben ich in iTunes vor mir her. Schnell abgearbeitet werden immer die aktuellen und die kurzen. Von Deutschlandradio z.B. oder vom SWR: cont.ra aus Umwelt und Ernährung.

Für mich ist dies eine super Möglichkeit, Zeit effektiv zur Weiterbildung und zur Information über das neueste aus Forschung und Wissenschaft und aus meinem beruflichen Umfeld zu erfahren.

Hier nun ein kleiner Rückblick auf das, was ich heute auf der Hinfahrt nach Dortmund gehört habe. Und restlos alle Podcasts  waren empfehlens- und nachhörenswert:

Vielleicht war für euch ja die ein oder andere Anregung dabei.

Ob ich nun auch in den „Lebkuchen im Hochsommer“ Wahnsinn einsteigen wolle wurde ich schon mehr als einmal gefragt, seit das kleine AdventPodcast Widget die Seite meines Blogs ziert. Advent sein nun mal im Dezember. Stimmt. Und ich bin die Erste die darauf beharrt, dass man den Advent richtig begeht und mit Sinn und Inhalt füllt, statt mit leerem Getöse. Und eben genau darum gibt es schon im September ein Advent Widget in meinem Blog. Es ist nämlich sehr wichtig, dass super viele Menschen schon lange vor dem 1. Dezember auf diese tolle Aktion aufmerksam werden.

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Wobei es dabei geht? Das Ganze ist eine spannende Hilfsaktion für Hilfsaktionen. 24 Tage lang im Advent stellt Bianca Gade kleinen Spendenorganisationen, die oft mit mehr Enthusiasmus als mit finanziellen Mitteln ausgestattet sind, einen Podcast zur Verfügung, in dem sie ihr Projekt vorstellen können. Über alle möglichen Social Media Kanäle wie Twitter, Flickr, Facebook und YouTube wird dann dieser Podcast und damit das Hilfsprojekt vorgestellt. So erhalten Menschen, die mit sich aktiv sozial engagieren eine Web 2.0 Stimme und die Gelegenheit ganz viele andere Menschen für ihre Idee zu begeistern.

Und darum ist es wichtig, dass so viele Menschen schon vor dem 1. Dezember davon erfahren. Es werden nämlich noch jede Menge Mitstreiter gesucht: Musiker, Texter, Sprecher, Moderatoren und vor allem Organisationen die die Chance wahrnehmen wollen, für einen Tag im Mittelpunkt zu stehen.

Ich finde diese Idee und ihre Schöpferin großartig und bin schon wahnsinnig gespannt welche Projekte vorgestellt werden.

Nun ist es an Euch: Folgt @ChiliConCharme auf Twitter, werdet Fan des AdventPodcast auf Facebook und abonniert den RSS Feed des Blog und vor allem erzählt allen euren Web-affinen Freunden davon, dann kann Weihnachten kommen.

Ein Interview mit Bianca Gade findet ihr in bikershreks blog

Die Podcast vom letzten Jahr könnt ihr im Blog von ChiliconCharme nachhören

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Beginnen wir mit dem Ende bzw. mit dem letzten Vortrag im Rahmen des Zukunftskongress 2009. Referent war Paul Kohtes, Zen-Lehrer, Autor und Gründer der PR-Agentur PLEON Kohtes Klewes. Seine These: Weg von der Spezialisierung, die nur einsam macht und die graue Gehirnmasse so mit Beschlag belegt, dass für Kreativität und Erforschung von Neuem kein Platz mehr bleibt und hin zur Distanzierung, die hilft, zu neuen Ufern zu kommen. Wichtig ist eine klare Orientierung ohne Fixierung. Manager von heute sind zu sehr auf Funktionieren ausgerichtet. Zuverlässig, ehrgeizig und eigene Bedürfnisse hintenanstellen, dabei handelt es sich um Auslaufmodelle. Von der Ver-wicklung zur Ent-wicklung ist die Lösung.

Die Vorträge des ganzen Tages waren so zusammengestellt, dass sie auf die Forderungen von Paul Kohtes perfekt abgestimmt schienen. Zwar waren alle Redner mit Sicherheit die gescholtenen Spezialisten, aber Spezialisten, die es nicht verlernt haben, die Dinge übergreifend zu betrachten.

Sei es der Physiker Vince Ebert, der als Wissenschaftskabarettist das Plenum am Vor- und Nachmittag mit seinen klugen Bonmots erfreut hat (viele davon nachzulesen in: Denken Sie selbst) oder der Innovation Ambassador von Henkel Jens Bode der aus dem Nähkästchen pardon aus der Waschmaschine von Henkel plauderte und verriet wie bei Henkel die wahren Bedürfnisse der Kunden eruiert werden. 

Spannend wie Henkel mit seinen Kunden und einem Innovationsteam zusammen neue Produkte entwickelt. Die Strategie die Jens Bode darlegt zeigt, dass Markenerfolg nicht eben mal so aus dem „Henkel“ geschüttelt wird, sondern einer durchdachten Strategie folgt. Ob es die Beobachtung der Arbeitsgewohnheiten von Kunden in der Küche ist, oder die Henkel Manager, die mit angeschnalltem Schwangerenbauch Bäder putzen müssen. Kundenorientierung steht im Mittelpunkt. Und wenn zum Schluss die Ergebnisse und Entwicklungen von den Kunden zerpflückt werden dürfen, ist das mit Sicherheit ein Garant ein Top Produkt zu entwickeln. So wird ein Großteil des Umsatzes bei Henkel mit Produkten gemacht die nicht älter als 3 Jahre sind.

Insgesamt ein spannender Vortrag und keine Selbstdarstellung wie man das im Allgemeinen geboten bekommt wenn Unternehmensvertreter referieren.

Andreas Haderlein berichtete vom „Crowdsourcing der Zukunft“ und was Netzwerke erfolgreich macht. Netzwerke funktionieren nur, wenn sich die beteiligten Akteure einen Ruf erwerben können und wenn sie den Akteuren einen entscheidenden Mehrwert außerhalb des Internet liefern. Als kleine Demonstration für die Intelligenz der Crowd lässt er uns, nach Beratung mit dem Sitznachbarn, den Inhalt einer 500 ml Dose gefüllt mit Bohnen schätzen. Und oh Wunder, die Crowd liegt ziemlich richtig.

Im Punkto Netzwerk hinken wir in Deutschland ganz schön hinterher. Sind in Brasilien ca 80% der Internetnutzer in sozialen Netzwerken so sind es in Deutschland mal gerade 28%.

Der neue Trend Online organisieren – offline treffen.

Verblüffend auch die Daten und Fakten die Christopher Schläffer, Group Product & Innovation Officer der Deutschen Telekom präsentierte. Seit der 1. Mobilen Funkverbindung 1983 hat sich in diesem Markt bahnbrechendes bewegt. Heute besitze das iPhone die Speicher- und Rechenkapazität der kompletten Apollo Mission und zwar sowohl im All als auch auf der Bodenstation. In 10 Jahren werden wir  in jedem Haushalt Verbindungen von 12.000 Megabit/sec haben (zu heute 3) und 4 Milliarden Menschen werden in 3 Jahren mobile Telefone besitzen.

Nach diesem Einblick in die Mobilfunkwelt und in Open source System, auf die der Redner auch noch detailliert einging, sprach Jeanette Huber vom Zukunftsinstitut über C(r)ash Creativity.

Sie beleuchtete die Motivation der Menschen beim Discounter einzukaufen. Die reine Preisfrage und Ersparnis ist zu kurz gesprungen, vielmehr kommen Faktoren wie:

  • Sportliche Schnäppchenjagd
  • Überforderung
  • Misstrauen
  • Suche nach Erdung

zur puren Notwendigkeit beim Discounter einzukaufen, hinzu.

Die neuen Schlagworte sind Liberté, Egalité, Portemonnaie.

Den Rest des Beitrags lesen »

Jetzt  bin ich aber beruhigt, mein Gehirn tickt überwiegend weiblich!

gehirn1

Your Brain is 60% Female, 40% Male

Und weiter heißt es:

Your brain is a healthy mix of male and female
You are both sensitive and savvy
Rational and reasonable, you tend to keep level headed
But you also tend to wear your heart on your sleeve

Wenn Ihr testen wollt wie Ihr „tickt“: „What gender is your brain“

Dazu passt doch, was ich im SWR 3 Podcast:  „Wie war der Tag Liebling“ mit Anke Engelke und Kristian Thees gehört habe (Podcast vom 8. April 2009). Wenn man weiblichen Borstenwürmern das Gehirn entfernt, werden sie zu Männchen. Nachzulesen hier und hier und hier.

Ich glaube, ein Kommentar  wäre hier vollkommen unangebracht, oder vielleicht doch nicht?

Vor kurzem habe ich einen Podcast von SWR 2 Wissen gehört mit dem Titel: „Locked in – Wenn der eigene Körper zum Gefängnis wird“ von Horst Gross (hier nachzuhören). Menschen im Locked-in Zustand haben keine Kontrolle mehr über ihren Körper und können sich ihrer Außenwelt nicht mehr mitteilen, bekommen aber dennoch alles um sich herum mit, incl. aller Schmerzen. Wie häufig Menschen in diesem Zustand wie Komapatienten behandelt werden ist ungeklärt, da die Diagnose sehr schwierig ist und es sehr wenige Kliniken gibt die sich darauf spezialisiert haben. Mich hat dieser Beitrag darin bestärkt das Thema Patientenverfügung jetzt schnellstens anzugehen und nicht auf alle lebensverlängernden Maßnahmen zu verzichten.

Menschen im Locked-in-Syndrom können, richtig behandelt mit der Außenwelt kommunizieren und empfinden ihr Leben durchaus als lebenswert. Wer sich für das Thema interessiert sollte unbedingt den Podcast anhören.

An diesen Beitrag musste ich heute denken, als ich über das folgende Video gestolpert bin. Es behandelt zwar wieder eins meiner Lieblingsthemen, nämlich Twitter, aber diesmal geht es weder um den schönsten Namen, noch um twitternden Katzenmuttis, sondern um ein Verfahren mittels Gehirnströmen Tweets zu schreiben und so mit der Außenwelt in Kontakt zu treten. Entwickelt wurde das Verfahren von der University of Wisconsin, die festgestellt haben, dass Mensch mit Locked-in-Syndrom am stärksten darunter litten nicht mit ihrer Umwelt kommunizieren  zu können.

Video via schon gehoert

église © vansteenwinckel - Fotolia.com

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Zu den von mir abonnierten und sehr geschätzten Podcasts gehören die Reihen SWR2 Leben und SWR 2 Wissen. Im Rahmen von SWR 2 Wissen wurde ich dann auf den Mystiker Meister Eckhart aufmerksam, dessen Name mir zwar geläufig war, über dessen Wirken und Schriften ich bis dato aber wenig wusste. Unter dem Titel: „Mit dem Herzen sehen“ beleuchtet Rolf Beyer das Leben und Wirken des Mystikers.

mp3 Datei:  Mit dem Herzen sehen

Der zurzeit in Spanien und England an Bussen veröffentlichte Spruch von einer Gruppe von Atheisten: „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Hört auf, euch Sorgen zu machen und freut euch des Lebens“ (kann man sich nur des Lebens freuen, wenn man an die Nicht-Existenz Gottes „glaubt“?) möchte ich gerne  einige  Zitate von Meister Eckhart engegenstellen.

Das erste Zitat stammt übrigens aus dem SWR Beitrag und  hat mir außerordentlich gut gefallen, weil es jedem Mensch seinen Entwicklungsstand zugesteht ohne zu verurteilen.

„Wer diese Rede nicht versteht, der bekümmere sein Herz nicht damit, denn solange der Mensch dieser Wahrheit nicht gleicht, solange wird er diese Rede nicht verstehen. Denn es ist eine unverhüllte Wahrheit die da gekommen ist aus dem Herzen Gottes unmittelbar.“

„Hätte ich einen Gott, den ich verstehen könnte, ich wollte ihn nimmer für Gott halten.“

„Die Liebe beginnt da, wo das Denken aufhört. Wir brauchen aber die Liebe von Gott nicht zu erbitten, sondern wir müssen uns für sie nur bereit halten.“

Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an: bachmichels(at)web.de Oder folgt mir auf Twitter: @ApfelMuse und @schlauerBacken

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