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In diesem Jahr wurde der Weg, den die Fronleichnamsprozession üblicherweise nimmt, geändert und zum 1. Mal seit ewigen Zeiten ging die Prozession an unserem Haus vorbei. Und da ich nicht nur katholisch sondern auch ein großer Freund von Traditionen bin, war es ganz klar, das Haus musste dem Anlass entsprechend geschmückt werden. Nur wo sollte ich die entsprechenden Tücher und Flaggen herbekommen? Fündig wurde ich bei meiner Mutter die tatsächlich noch rot-weiße Flaggen und mehrere bestickte Fenstertücher aufgehoben hatte. Die Flaggen und Tücher sind mindestens 70 Jahre alt und verschönerten früher mein anderes Großelternhaus, das heute leider nicht mehr steht. Heute sind die Flaggen und Tücher wieder zu Ehren gekommen.

Bei der Frage welche Bedeutung die Farben der Fronleichnamsfahnen haben, wurde ich ausnahmsweise mal nicht Google fündig, dafür aber bei der Messdienergruppe unserer Pfarrgemeinde (die auch eine Fanpage auf Facebook haben) dem Weihrauchcafe. Beim Abschluss in der Kirche gaben sie dann auch alles, mit 3 Weihrauchgefässen kann man eine Kirche schon ganz schön unter Dampf setzen. Wie gut, dass wir so wohlriechenden Weihrauch haben.


Zu den Farben der Fahnen bekam ich folgende Antwort:

„Gelb Weiß sind die Kirchenfarben: Gold und Silber. Sie stehen für die beiden Schlüssel des Petrus:Was du auf Erden bindest, soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden löst, soll auch im Himmel gelöst sein“ Gold für das Binden und Silber für das Lösen. Rot symbolisiert die Auferstehung Christi. Und das Zeugnis des Evangeliums. Es gibt aber auch noch Blau-Weiße Fahnen, die deuten dann auf Maria.“

Entlang des Wegs gab es dann auch einige Häuser, die mit Flaggen in diesen Farben geschmückt waren, und den ein oder anderen Altar vor den Häusern von Anliegern.

Bilder von wunderschönen Blumenteppichen zu Fronleichnam habe ich im Blog von toffi gefunden.

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Die Seite evangelisch.de ist mal wieder kreativ und hat einen einen Twitteraccount mit dem Namen @Ostergaffer und eine passende Facebook Fanpage ins Leben gerufen. Dort sind (seit dem 15. März schon) fiktive Personen aktiv, die aus dem Jahr der Kreuzigung twittern. Schade, dass ich das jetzt erst entdeckt habe, aber immer noch rechtzeitig genug. Durch diese Art der Sichtweise, wird das Geschehen viel greifbarer und realer. Wenn ein Twitter namens Elieser sagt: „Grüble über Jesus-Satz: „#Sabbat ist für den Menschen da, nicht umgekehrt.“ Hat er #Tora nicht verstanden – oder ich?“ oder Jojakim:Abends war Simon da. Und Judas. Netter Kerl, voller Eifer. Deal mit Hohenpriestern eingefädelt um vom eigentl. Umsturz abzulenken“.

Mal sehen, was sie heute am Gründonnerstag erleben werden. Ich habe als Motiv für den heutigen Tag das Lied  „Bleibet hier“ von Taize ausgewählt.

Helgi / photocase.com

Die Predigt von Thorsten Hoffmann, Pastoralreferent der Pfarrei Losheim, die er am 3. Fastensonntag in unserer Kirche hielt, ist von so universeller Anwendbarkeit, dass ich euch ihren Kern nicht vorenthalten will. Das Grundthema der diesjährigen Fastenpredigten ist das Buch Hiob. Thorsten Hoffmann griff sich den Aspekt des Umgangs mit dem Leid heraus. Er begann seine Predigt mit der Geschichte eines Jungen aus seiner Gemeinde, der ihn um Rat bat, wie er seinem Freund zur Seite stehen könnte, dessen Vater gestorben war.

Anhand der 3 Freunde des Hiob, die jeder eine andere Verhaltensweise an den Tag legen, um Hiob zu „trösten“, entschlüsselte uns Thorsten Hoffmann im 1. Teil seiner Predigt, wie man es nicht macht.

Der erste Freund des Hiob, Zofar, sparte nicht mit guten Ratschlägen, was jetzt zu tun sei und wie Hiob mit dem Leid umzugehen hätte. Und genauso ist es doch auch bei uns. Wie oft wissen wir, was für den anderen in seinem Leid jetzt gut wäre. „Du musst dich ablenken“ , „geh wieder unter Leute“ oder „Du musst dieses Medikament nehmen, das wirkt Wunder“. An Patentrezepten, was dem anderen jetzt helfen würde, mangelt es uns selten

Der zweite Freund, Elifas, breitet sein Wissen vor Hiob aus. Vom hohen Ross herab erklärt er Hiob den Sinn des Leidens und redet über das was passiert, statt mit demjenigen zu reden, dem es passiert ist, mit seinem Freund. Auch dabei hat sich der ein oder andere bestimmt schon ertappt. Berauscht vom eigenen Wissen, denjenigen, dem man helfen wollte, aus den Augen zu verlieren und gar nicht zu merken, wie sehr man sich entfernt.

Der dritte Freund nun, Bildad, wusste, dass das Leid Hiob nicht getroffen hätte, wenn er nicht durch sein Tun selbiges auf sich herab beschworen hätte. Und auch hier können wir uns doch wiedererkennen, in Sprüchen wie: „Hätte sie sich mal um ihre Kinder gekümmert“ oder „Kein Wunder, dass er so krank ist, bei dem Übergewicht“. Das Leid der anderen und warum sie es erdulden müssen, dafür haben wir oft -viel zu- schnell eine Erklärung zur Hand.

Aber das, was ein in Trauer, Schmerz, Krankheit oder Unglück gefangener Mensch wirklich braucht, das hat keiner der 3 Freunde gegeben. Sich dem Leid in Demut zu nähern und es anzunehmen. Nicht für alles eine Erklärung parat zu haben, einen Lösungsvorschlag, sondern einfach nur für den anderen da zu sein. Ohne Vor-urteile dem anderen zuzuhören, nicht alles besser wissen. Zugeben können, dass man auch keine Antworten hat, und dass es auch in der heutigen Zeit nicht auf alles eine Antwort und eine Lösung gibt.

Sich aber als gläubiger Christ immer gewahr zu sein, dass auch und gerade im Schweigen Gott nah ist.

Der Junge hat dann übrigens seinem Freund zugehört und war für ihn da. Und für beide war es eine wundervolle Vertiefung ihrer Freundschaft.

Witzigerweise bin ich, kurz bevor ich diesen Blogbeitrag veröffentlicht habe, über diesen Blogpost gestolpert, der wunderbar hierzu passt: „Was ich nicht hören will, wenn es mir schlecht geht“

Illustration Claudia Schramm

Musicals gibt es ja zu allen Themen, von Persönlichkeiten der Geschichte (Elisabeth) über Pop Geschichten (Dirty Dancing, Mama Mia) und Tiergeschichten (König der Löwen, Cats) bis hin zu  Fabelwesen (Tanz der Vampire, Wicked). Biblische Stoffe wurden bisher noch nicht auf die Bühne gebracht (habe eins übersehen, könnt ihr in den Kommentaren nachlesen). Und der Begriff Musical trifft es auch nicht ganz, was da am 17. Januar  im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 in der großen Westfalenhalle Dortmund aufgeführt wird, das  Pop Oratorium:  Die 10 Gebote.  2500 Sänger werden daran teilnehmen, 100 Gospel-, Pop-, Kirchen- und Jugendchöre gilt es zu koordinieren.

Das folgende Video gibt einen Eindruck von einer Regionalprobe. Mehr Infos zu dem Projekt findet ihr hier. Und für die Twitterer unter euch, folgt doch einfach @die10gebote

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Der AdventPodcast von @ChiliConCharme ist für „Hilfe Für Kinder e.V. Heinsberg“ die behinderte Kinder, Straßen- und Romakinder, Kinderkliniken und bedürftige Familien in Westrumänien durch konkrete Projekte unterstützt.

Falls ihr es noch nicht getan habt, lest doch bitte unbedingt im Blog von Claudia wie die wundervollen Bilder hier im Blog und an meinem Haus entstanden sind.

Illustration Claudia Schramm

I ain´t afraid heißt der Song von Holly Near der mich sowohl vom Text als auch von der Musik her begeistert hat. Gerade vor dem Ausgang der Minarettabtstimmung in der Schweiz ist es wichtig, beim Thema Religion und Andersartigkeit genauer hinzuschauen. Wovor wir Angst haben und vor allem ob es wirklich die Religion ist, vor der wir Angst haben oder vor dem, was in ihrem Namen an Verbrechen begangen wurde und wird.

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Das 14. Türchen am AdventPodcast von @ChiliConCharme unterstützt den Verein Kölner Selbsthilfe

An meinem Haus sind jetzt mehr „Türchen“ geöffnet als geschlossen und auch im Making of von Claudia nehmen die Bilder langsam aber sicher Gestalt an.

Für den Text des Liedes (leider nur in englisch)  klickt bitte hier auf Weiterlesen

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Illustration: Claudia Schramm

Beim Sammeln von Inspirierendem für den Blog-Adventskalender bin ich über die folgende Geschichte gestolpert.

„Mir ist die Geschichte wieder eingefallen, in der ein alter und weiser Mönch mit den jungen Mönchen des Klosters täglich eine Abendmeditation gehalten hat. Als eines Tages die Klosterkatze während dieser Zeit in die Kapelle lief und störte, ordnete der alte Mönch an, die Katze solle während dieser Zeit draußen festgebunden werden. So konnte man von da an wieder ungestört meditieren. Die Jahre vergingen. Schließlich starb der Mönch und bekam einen Nachfolger. Dieser hielt sich streng an die Tradition, dass während der Abendmeditation draußen eine Katze angebunden sein müsse. Als schließlich auch die Katze starb, wurde rasch eine neue Katze angeschafft, um sie während der Abendmeditation anbinden zu können. Weil die einfachen Leute den Sinn dieser Maßnahme nicht verstanden, traten Theologen auf den Plan und schrieben ein zweibändiges Werk mit vielen Fußnoten über die Heilsnotwendigkeit einer angebundenen Katze während der Abendmeditation. Mit der Zeit jedoch kam die Abendmeditation selbst ganz außer Gebrauch. Niemand interessierte sich mehr dafür. Aber mit größter Treue wurde wenigstens der Ritus des abendlichen Katzenanbindens beibehalten.

Eine verrückte Geschichte! Aber ist sie wirklich so weit her geholt?

Wie auch immer: Die Begegnung mit Gott ist ein zutiefst persönlicher Akt, der in meinem tiefsten Inneren geschehen muss.

Möge Gott mich davor bewahren, ihn in leeren Riten zu vermuten.“

Originalbeitrag von Pfarrer Franz Zeiger, Linz

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

PS: Auf evangelisch.de wurde ich darauf hingewiesen, dass die Geschichte aus dem Weisheitsbuch von Antony de Mello stammt.

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Bitte beachtet auch den AdventPodcast der gestern SEARA e.V: Zukunft für die Kinder am Amazonas vorgestellt hat.

Heute begeht die evangelische Kirche den Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt. In der katholischen Kirche geschieht das an Allerseelen.

Das Thema Tod und Sterben verfolgt mich in den letzten Tagen über die unterschiedlichsten Medien. Ein Artikel in der Süddeutschen, in der ein Mann interviewt wird, der seit Jahren ausgefallene Todesanzeigen sammelt, ein weiterer, sehr lesenswerter Artikel im Blog evangelisch.de über Menschen die einsam sterben und einsam begraben werden. Und dann gestern beim Adventsbasar der KFD ein Buch mit dem netten Titel: „Das Dumme am Leben ist, dass man eines Tages tot ist“ ok hinterher geschoben wird noch: Eine Art Anleitung zum Glücklichsein. Musste ich mir kaufen, zusammen mit dem: „Club der Weihnachtshasser“. Ich möchte nicht wissen was die Dame am Büchertisch dachte, wahrscheinlich, dass ich eine militante Weihnachtsverweigerin mit Hang zum Morbiden bin.

Nein ich hasse Weihnachten nicht, ganz im Gegenteil. Und zum Thema morbid,  ich muss bekennen, dass ich auch jeden Morgen die Todesanzeigen lese, und dass mich das Thema Tod, Sterben und Leben nach dem Tod oft beschäftigt. Morbid würde ich das allerdings nicht nennen.

Bei katholischen Beerdigungen gehört eine Fürbitte zum Ritus, die viele als grausam empfinden: „Wir beten für uns selbst und alle Lebenden – besonders auch für denjenigen aus unserer Mitte, der als erster dem Verstorbenen vor das Angesicht Gottes folgen wird – schenke uns Reue und Umkehr.“

Bis vor ein paar Jahren fand ich diese Fürbitte fürchterlich. Heute denke ich, wann, wenn nicht auf dem Friedhof ist die Gelegenheit über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken? Sind wir auf Beerdigungen nicht auch deshalb so berührt, vor allem wenn uns der Verstorbene nicht sehr nahe gestanden hat, gerade weil wir spüren, dass dies der Weg ist, denn wir und alle Menschen die wir lieben, einmal gehen werden?

Und ist dieser Moment nicht wirklich der Beste, um für den Menschen zu beten, den dieses Schicksal als nächstes trifft? Wäre es denn nicht eine Gnade, wenn das Gebet wahr würde und derjenige seine Prioritäten im Leben neu ordnen würde, wichtig von unwichtig unterscheiden könnte, was immer das auch für den einzelnen bedeuten mag?

Vom Kindergarten an wird uns heute eingetrichtert, dass wir unser Leben planen müssen. Drittklässler leiden unter Schlafstörungen, weil sie befürchten, keine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen. Die Karriere wird bis ins Detail geplant, die Familie auch. Nur der einzige Punkt, der im Leben jedes Menschen kommt, so sicher wie das sprichwörtliche Amen in der Kirche, der wird beiseitegeschoben und verdrängt. Den Tod haben wir aus unserem Leben verbannt. Trauer um einen geliebten Menschen sollte möglichst schnell abgeschlossen werden, damit man nur ja schnell wieder mitten im Leben steht. (Der Artikel: „Mit Standard unter die Erde“ beschreibt wie schnell und geschäftsmäßig sich der Verstorbenen heute „entledigt“ wird.)

Aus unserem Bewusstsein versuchen wir sie zu verdrängen, den Tod und das Sterben, aber im gleichen Maße wie wir dies tun, dringt ein Symbol immer stärker in unseren Alltag ein, oder gibt es noch einen Modeschöpfer der auf den Totenkopf verzichtet? Schädel sind en Vogue. Und so lächelt er uns doch täglich wieder ins Gesicht, der Tod. Er wird getragen auf T-Shirts, Taschen, Gürteln und Schuhen und kaum ein Träger eines derartigen Kleidungsstücks kann mir erklären, was daran bitte so schön sein soll. Es ist einfach hipp. Nur nicht in den eigenen Gedanken, nur nicht in Bezug auf das eigene Leben und die Konsequenzen die man vielleicht daraus ziehen sollte.

In Dambach la ville, im Elsass an einer kleinen Kapelle,  die es sich unbedingt lohnt zu besuchen, habe ich am Gebeinhaus folgendes Schild gefunden:

In diesem Sinne: Schenke uns Reue und Umkehr, nicht nur an Totensonntag und Allerseelen!

Nachtrag: Nach dem Schreiben dieses Blogpost habe ich noch diesen Artikel in der FAZ gelesen: „Wann dürfen wir sterben?“  und auf HR 2 in der Reihe „Der Tag“ den Podcast gehört: „Denkt euch, ich habe den Tod gesehen – Über den Umgang mit dem Ende des Lebens“

In unseren Breiten ist er vor allem für eins bekannt, für die Hauptfigur in seinen Krimis: Father Brown. Die Rede ist von Gilbert Keith Chesterton, britischer Journalist und Buchautor. Und witziger weise ist es auch ein Pastor, dem Eppelborn am heutigen Donnerstagabend einen kulturellen Höhepunkt zu verdanken hat. Vorgestellt wurden 2 Bücher: „Der unsterbliche Mensch“, ein in den letzten Jahren vergriffenes Meisterwerk und eine Sammlung von Essays mit dem Titel „Die englische Weihnacht“. Beide Bücher gäbe es ohne Matthias Marx, Pastor von Eppelborn, ausgewiesener Experte von Chesterton und glühender Fan, nicht. Beide hat er auf dem „Gewissen“. Bei „Der unsterbliche Mensch“ in der Initiierung der Neuauflage und dem Schreiben eines Nachwort zur Wirkungsgeschichte. Bei den Essays für die Zusammenstellung der Texte und als Herausgeber.

Zur Vorstellung der Bücher reiste Dr Alexander Kissler an, der zurzeit auf der Frankfurter Buchmesser sein neuestes Werk „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“ vorstellt. Auch er, der Journalist und Buchautor ist ein ausgesprochener Chesterton Kenner und Fan. Chesterton habe ihn als er sein Buch: „Der aufgeklärte Gott. »Wie die Religion zur Vernunft kam“ beim Kampf mit den Neoatheisten vor allem mit seinen beiden Büchern „Ketzer“ und „Orthodoxie“ „beigestanden“. Die Verehrung von Chesterton geht sogar so weit, dass die hinter ihm fahrenden Autofahrer die Chance haben durch das Lesen eines Aufklebers mit Chesterton Zitat:

“Break the Conventions
Keep the Commandements“

den richtigen Weg gewiesen zu bekommen.

In seiner Vorstellung von Chesterton bezeichnet er ihn als einzigartige Mischung von Glaubensstrenge, Streitlust, Gedankentiefe und unerschütterlichem Optimismus. Er zwinge Dinge zusammen, die nicht zusammen gehörten und arbeite unentwegt mit Paradoxa.

„Der unsterbliche Mensch“ wurde von Chesterton als Antwort auf die atheistische Schrift von H.G. Wells: „Die Geschichte unserer Welt“ verfasst. Wie Wells beginnt er bei den Neandertalern in den Höhlen, die nach Chestertons  Auffassung aber Künstler sind, was sich ja zweifelsfrei an den Wandmalereien beweisen lässt, im Gegensatz zur Mordtheorie von Wells, nachdem sich die Männer im Kampf um die Frauen mit einem Knüppel die Schädel eingeschlagen haben.

Chesterton: „Nur der Mensch kann sich Gedanken darüber machen ob er ein Affe ist“ und „Bäume haben keine Dogmen“

Alleine die weitere Besprechung dieses Buchtitels wäre einen Blogpost wert.

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oder  „Warum Chesterton uns heute gut tut“

Unter diesem Titel lädt die Pfarrgemeinde Eppelborn am Donnerstag, dem 15.Oktober, 20.00 Uhr in den Eppelborner Pfarrsaal zu einer Buchvorstellung mit Dr. Alexander Kissler, München und Pfarrer Matthias Marx, Eppelborn, ein.

Gilbert Keith Chesterton (1874 – 1936), der britische Meister des Paradox, schrieb 1925 eine christliche Antwort auf H. G. Wells atheistische Weltgeschichte. Er nannte sie: „Der unsterbliche Mensch“. Nach knapp 80 Jahren ist dieses Buch, eines von Chestertons Meisterwerken, endlich wieder auf Deutsch zugänglich.

Der Bonner Verlag nova et vetera hat es neu aufgelegt, mit zusätzlichen Texten des Dichters, mit einem Vorwort des Münchner Erzbischofs Dr. Reinhard Marx, mit einem Nachwort zur Wirkungsgeschichte von Pfarrer Matthias Marx.

Derselbe Verlag hat ebenso eine völlig neue Essay-Sammlung Chestertons herausgegeben: „Die englische Weihnacht“. Alle Texte erscheinen erstmals auf Deutsch und zeigen Chestertons dichterische und theologische Begabung, das Weihnachtsfest in origineller und ungewohnter Weise zu kommentieren. Beide Bücher werden an diesem Abend vorgestellt.

Dr. Kissler und Pfarrer Marx würdigen gemeinsam Chestertons Kampfansage gegen aggressiven Atheismus und falsche Frömmigkeit. Dr. Alexander Kissler, Jahrgang 1969, schreibt für die „Süddeutsche Zeitung“ und die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ zu Themen aus Gesellschaft und Religion. Seine letzten Bücher sind: „Dummgeglotzt„, „Deutschlandtheater“ und „Der aufgeklärte Gott„. Der Autor schreibt scharfzüngige Streitschriften, seine Spezialität ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft. Pfarrer Matthias Marx, Jahrgang 1954, ist seit sechzehn Jahren katholischer Pfarrer von Eppelborn im Saarland und Herausgeber mehrerer Werke von Chesterton.

Dr. Alexander Kissler: „Wenn man Stunde um Stunde atheistische Streitschriften liest, wenn man Ernst Haeckel, Karlheinz Deschner und Michael Schmidt-Salomon zu begreifen versucht, dann braucht man zuweilen ein Gegengift. Chesterton verbindet auf ungewöhnliche Weise Optimismus und Gedankenschärfe, Konfliktfreude und Gelassenheit. Daran fehlt es uns heute – auf beiden Seiten. Damit das neue Bündnis von Glaube und Vernunft gelingen kann, damit die unvernünftigen Dogmatiker des religiösen wie des atheistischen Fundamentalismus nicht das letzte Wort haben, brauchen wir vor allem das: Eine Neugier auf jedes neue Wissen und jene Gelassenheit, die die Verwurzelung schenkt in dem, was war. Chesterton besaß beides.“ (kath.net 11.03.08)

Die beiden Neuerscheinungen sowie verschiedene Werke von Dr. Alexander Kissler können an diesem Abend erworben werden. Der Eintritt im Eppelborner Pfarrsaal ist frei.

Samstag Abend in der Messe  habe ich während der Fürbitten gestutzt. Üblicherweise wird für die Armen, die Kranken, die Alten, die Mutlosen und viele andere Gruppen gebetet, aber die folgende Fürbitte hat mich dann doch erstaunt:

„Wir beten für alle Menschen, die das Internet und andere neue Kommunikationsmittel nutzen: Gib ihnen die Kraft, sich für eine Kultur des Respekts, des Dialogs und der Freundschaft einzusetzen.“

Ich fand die Fürbitte gut, habe nicht weiter darüber nachgedacht, bis ich dann ausgerechnet auf Twitter heute Morgen wieder auf das Thema aufmerksam wurde.

Robert Eberle, der twitternde Sprecher des Bistums Limburg, wies mich daraufhin, dass heute Mediensonntag ist.

Mediensonntag, davon hatte ich noch nie gehört und das Ganze dann natürlich direkt gegoogelt. Auf der Internetseite Katholisch.de findet man das Ziel des Mediensonntags:

„Der Mediensonntag der katholischen Kirche wird in Deutschland jedes Jahr am zweiten Sonntag im September begangen. Er will das öffentliche Wirken der katholischen Kirche unterstützen, ein Bewusstsein für technische Kommunikationsmittel wecken und die sinnvolle Mediennutzung fördern.“

Ich finde es sehr gut, dass die Kirche sich den Medien öffnet. Auch die Worte von Papst Benedikt zeugen von Verständnis für neue Medien und enthalten viele gute Gedanken:

„Der Wunsch nach Beziehung und das Verlangen nach Kommunikation – in der zeitgenössischen Kultur so selbstverständlich – sind in Wahrheit nichts anderes als moderne Ausdrucksformen der grundlegenden und beständigen Neigung der Menschen, über sich hinauszugehen und in Beziehung zu anderen zu treten. Wenn wir uns den anderen zuwenden, stillen wir in Wirklichkeit unsere tiefsten Bedürfnisse und werden in einem umfassenderen Sinn Mensch.“

Es lohnt sich die gesamte Botschaft des Papstes zu lesen. Ich finde sie sehr treffend und verständnisvoll für einen Mann seines Alters und oberstes Haupt einer Kirche, die nicht gerade für ihre Begeisterung gegenüber Neuerungen bekannt ist.

Vom Mediensonntag zu „HassMartin“

Ich wünschte mir auch, dass die Menschen die gestern meinten auf Twitter den Kandidaten von „Schlag den Raab“ verbal auf niedrigste Art und Weise angreifen zu müssen, würden ein wenig über diese Worte reflektieren. Ich war schlicht und ergreifend fassungslos, wie innerhalb von Stunden ein Account mit dem Namen @Hassmartin über 400 Follower haben konnte. Die Botschaften auf Twitter und in anderen Medien bewegten sich dabei auf dem Niveau einer nach unten offenen Richterskala. Vielleicht darf man über Menschen, die das Licht der Öffentlichkeit suchen und sich unmöglich benehmen, lästern. Aber die Art und Weise wie das gestern geschehen ist, hat für mich jeden Rahmen gesprengt.

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Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an: bachmichels(at)web.de Oder folgt mir auf Twitter: @ApfelMuse und @schlauerBacken

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