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Es geht doch nichts über gesundes Halbwissen. Mit dem scheinbar unbegrenzten Zugang zu Wissen, das uns das Internet und Web 2.0 beschert haben, neigt man/ich/viele von uns zur Hybris, das, was sie lesen, auch korrekt interpretieren zu können. Wer geht heute schon zum Arzt und hat sich vorher nicht gründlich informiert? Immerhin kann man dem Arzt einen Teil der Arbeit abnehmen, in dem man die Diagnose gleich selbst stellt und die Medikation auch schon in der Tasche hat. Oder beim Kauf eines Gerätes. Kurz im Internet recherchiert und wir können mit allen technischen Details aufwarten. Die Ausbildung und Berufserfahrung des Verkäufers sind doch ein Dreck dagegen. Dieses Verhalten witzig auf die Schippe nimmt das folgende Video des Schweizer Satirikers Andreas Thiel:

Video via Posterous Blog von @roterHai: Fangfrisches

Viel dramatischer (und gar nicht lustig) wird es aber wenn Experten und Wissenschaftler frei Erfundenes als Fakten präsentieren und damit einen unausrottbaren Irrglauben in die Welt setzen. Hört euch bitte dazu den Podcast Salz aus der Reihe Mahlzeit von Udo Pollmer auf dradio an.

Audio Datei: Salz oder die Textversion: Versalzene Studien

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Asche auf mein Haupt: Da lebt man im Saarland. Liest jeden Morgen brav die (einzige) regionale Tageszeitung und muss von einer Hamburgerin @diemaschinistin via Twitter erfahren, dass der Wissenschaftssommer diesmal im Saarland stattfindet:

„…bildet er ein großes Wissenschaftsfestival mit mehr als 50 Einzelveranstaltungen. Wissenschaft im Dialog (WiD) organisiert den Wissenschaftssommer für die Zeit vom 20. bis 26. Juni 2009 gemeinsam mit Forschungsinstituten aus Saarbrücken. Bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen will WiD damit Neugierde und die Faszination für Wissenschaft und Forschung wecken.“

Leider hatte ich keine Zeit all die tollen Angebote wahrzunehmen, angefangen vom Zukunftsschiff der MS Wissenschaft bis hin zum Ausstellungszug „Expedition Zukunft“.

3646425591_0c579fbafd_mGereicht hat es aber bisher für die Teilnahme an etlichen Vorträgen im Rahmen der Wissenschaftslounge der Universität des Saarlandes und diverse Tests zum Thema Gesundheit zu absolvieren. So weiß ich nun, dass meine Lungenfunktion blendend ist (7 Jahre Nichtrauchen und 3 mal die Wochen joggen zahlen sich also doch aus), mein Grundumsatz an Kalorien erfreulich hoch, mein Blutzucker und Blutdruck hervorragend und mein BMI und Bauchumfang im Mittelfeld dessen was eine Frau in meinem Alter haben sollte.

Ein toller Nebeneffekt für mich war, dass ich gleich mehrere Twitterer kennenlernen konnte @ReinhardKarger, @ChristofBurgard und @schuehsch, alle vom DFKI.

Ich kann nur jedem empfehlen die Ausstellung auf dem Tbilisser Patz zu besuchen und am besten Kind und Kegel mitzubringen. Auch und gerade für Kinder gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Als geradezu dramatisch empfinde ich es auch, dass viel zu wenig Schulen Ausflüge zu dieser Veranstaltung unternehmen.

3646853381_0585e00f30_mVerschluckbare Kameras die eine Reise durch den Körper ermöglichen, Computer die Stimmungen und Geschlecht scannen können, virtuelle Reisen in 3D Räumen im Fraunhofer Truck, Supermarktszenarien der Zukunft und WII Konsolen mit denen man über Google Maps surfen kann beim DFKI, ein Frühstück im Freien mit Bart Simpson der Fakultät für Geschichts- & Kulturwissenschaften, am Stand der Max-Planck-Gesellschaft Gesichts-Morphing bei dem Kinder einen Blick auf das eigene Aussehen in fünf oder zehn Jahren werfen können. Das und noch unendlich viel mehr gibt es beim Wissenschaftssommer zu erkunden.

Selten habe ich ein so wunderbares und  flammendes Plädoyer für die Wissenschaft gesehen. Und da es viel zu schade ist, um nur von anderen Wissenschaftlern gesehen zu werden, möchte ich euch die Freude nicht vorenthalten euch von dem Enthusiasmus von Brian Greene, String-Theoretiker, Kosmologe und Professor an der Columbia University anstecken zu lassen.

Wie sagt Aurelius Augustinus „Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen“. Dieser Wissenschaftler brennt wirklich für seine Berufung.

Es wäre allen Kindern zu wünschen, dass sie früh genug in ihrem Leben solchen Wissenschaftlern wie Brian Greene begegnen, die offen genug sind für ihre Anregungen und die den kindlichen Wissensdurst in die richtigen Bahnen lenken und auch uns Erwachsene sofern wir in anderen Metiers tätig sind, hinter eine Tür blicken lassen die sich auch im hohen Alter immer noch öffnen lässt ;-).

Bestimmt sehens- und lesenswert von Brian Greene:

Video via ScienceBlogs

Hilfe beim Auffinden des Zitats von Aurelius Augustinus schnell und unkompliziert über Twitter @CADOE und @handelundwandel 

Wer glaubt, dass nur Lebewesen die ein Gehirn besitzen miteinander kommunizieren können, wird sich durch das folgende Video der Mikrobiologin Bonnie Basler eines Besseren belehren lassen „dürfen“. Obwohl 18 Minuten lang (und leider nur in englisch zu finden) kann ich nur empfehlen, es sich in Ruhe und bis zum Ende anzuschauen.

Prof Bassler erzählt von der faszinierenden Art und Weise, wie eine der primitivsten Lebensformen überhaupt, Bakterien, über chemische Prozesse miteinander kommunizieren und Gruppenprozesse starten. Nebenbei lernt man noch etwas über die Anzahl von Bakterien im menschlichen Körper (wesentlich mehr als Körperzellen), über Zellteilung, gute Bakterien und schlechte Bakterien und wie es zum Krankheitsausbruch kommt.

Bakterien nutzen zwei verschiedene Sprachen, eine zum kommunizieren mit „Familienangehörigen“ und eine zweite, die von allen Bakterienstämmen verstanden wird. BB nennt es eine Art Bakterien Esperanto.

Das Wissen um diese Bakterien Kommunikation könnte dazu dienen, die nächste Generation von Antibiotika zu entwickeln. Darüber hinaus könnten Verfahren entwickelt werden, die im Körper ansässigen nützlichen Bakterien gezielt zur Unterstützung unserer Gesundheit einzusetzen.

Ein absolut spannendes Wissenschaftsvideo, das ein trockenes und kompliziertes Thema gut verständlich und ungemein spannend rüberbringt, präsentiert von einer unglaublich sympathischen und mitreißenden Wissenschaftlerin.

 Bonnie Bassler  ist Professorin für Mikrobiologie  in Princeton.

 Auf das Video aufmerksam wurde ich im Blog von Achter 

Nachtrag, 2.11.2009:  Artikel aus BDW: „Bakterien bauen gemeinsames Schutzschild gegen Immunzellen auf“

 Chemie ist langweilig, unverständlich und uncool (zumindest was die Meinung mancher Schüler angeht). Dass es bei der Stoffvermittlung auch darauf ankommt wie das ganze „verpackt“ wird zeigt der Spot: „Chemical Party“ den die Agentur Media Consulta für das EU Förderprogramm „Mare Curie Actions“ realisiert hat. Im Internet hat sich dieser Viralspot entsprechend schnell verbreitet, hat Gold bei den EPICA Awards gewonnen und war auf der Shortlist bei den Cannes Lions 2008. Laut Aussage der Agentur hat den belgischen Schulbehörden der Spot so gut gefallen, dass er im Schulunterricht gezeigt wird.
Eins ist sicher, der Botschaft und dem Wissen, das so glänzend in diesem Spot verpackt ist, kann man sich kaum entziehen.

Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an: bachmichels(at)web.de Oder folgt mir auf Twitter: @ApfelMuse und @schlauerBacken

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