Und wieder schreien die unglaublichsten Suchanfragen nach einer Kommentierung. Am sprachlosesten war ich glaube ich bei den geräucherten Peitschen.

Bruchmichels Haus -> jetzt geht es aber los. Bruchmichels. Hey ich lebe am Bach, nicht in einer Bruchbude sprich mir nach B A C H M I C H E L S

möchte ein gemaltes Bild von deinem Haus -> na bitte, geht doch auch freundlich.

 schöne Frau im Sonnenschein -> jetzt tragen Sie aber ein bißchen zu dick auf.

tanzende Zwerge Surfbrett -> dürfte eine wackelige Angelegenheit sein.

abgefahrenes Treppenhaus -> das ist bestimmt ein Stairway to Heaven.

als ich eines Tages,wie immer durch den Park schlenderte -> sind sie auf Google gelandet, hmm interessant.

Reifrock 600 -> 600 was? nach Christus, km schnell, Euro teuer, PS stark? Ein bißchen präsziser darf die Frage schon sein, um in meinem Blog garantiert keine Antwort darauf zu finden.

Mond zum ausdrucken -> ich wusste zwar, dass man jemand die Sterne vom Himmel holen kann, aber das man jetzt auch den Mond ausdrucken kann ist mir neu.

geräucherte Peitschen -> sind bestimmt gut zum Schinken klopfen ☺

wie tickt mein Gehirn -> ich weiß ja noch nicht einmal wie meins tickt, woher soll ich dann wissen wie es bei Ihnen ist.

wie lern ich das rauchen -> Dazu habe ich doch heute einen Artikel  gefunden.

www.ich möchte gerne über vögel nester lernen.de -> bezweifle, dass so ein toller Domain Name noch frei ist.

Foto: Seleneos / Quelle: photocase.com

Manchmal platzt mir die Hutschnur. Über unseren Bundespräsidenten und was er getan/nicht getan hat, ob er zurücktreten soll oder nicht, nicht mehr tragbar ist und die Würde des Amtes beschmutzt, darüber wird mehr diskutiert, als es (meiner Meinung nach) der ganzen Sache eigentlich zukommt. Aber darüber haben schon sehr viele Menschen sehr viele kluge Texte geschrieben.

Aber jetzt hat die Social Media Gemeinde noch eine zusätzliche „Sau“, die sie durchs Dorf treiben kann. Die Rede ist von Bettina Schausten. Mit ihrer gestrigen Behauptung, Freunden, bei denen sie privat übernachtet, 150 € zu zahlen,  hat sie natürlich mächtig daneben gegriffen.

Aber mal ganz ehrlich: Euch ist so was noch nie passiert? Dass ihr euch unüberlegt habt hinreißen lassen, etwas zu sagen, von dem ihr in dem Moment, als es ausgesprochen wurde schon wusstet, dass es gelogen und vollkommener Nonsens ist? Dass ihr viel, sehr sehr viel darum geben würdet, es nicht gesagt zu haben und dass ihr hofft, keiner merkt, was es für ein Bullshit war?

Kennen wahrscheinlich 99% der Leute die diesen Blogpost lesen.

Aber wir alle haben einen Vorteil: Wir stehen nicht im Rampenlicht. Wenn wir  den Mund aufmachen – sei es in Beruf oder Privatleben – zeichnen bei den meisten von uns keine Kameras das Gesagte auf, um es Minuten später Millionen von Zuschauern zu zeigen, die jedes Wort analysieren und die vor allem eines nicht mehr kennen: Gnade.

Himmel Herrgott, lasst das Mädel doch am Leben.

  • Ja, die Frau hat Mist gebaut
  • Ja, sie eine professionelle Journalistin.
  • Ja, es hätte ihr nicht passieren dürfen.

Nun ist es aber passiert. Gut, darüber kann man einen Witz machen, oder auch zwei. Man kann eine Karikatur zeichnen. Man kann es aber auch lassen. Wer um Himmels gibt den Häme ausschüttenden Menschen eigentlich das Recht, sich so über Frau Schausten zu stellen und sich öffentlich über sie lustig zu machen?

Meine persönliche Meinung ist: niemand. Wie gesagt: In Maßen alles gut und schön, aber dieser Shitstorm da draußen den finde ich persönlich U N E R T R Ä G L I C H

Foto: Nicco / Quelle PHOTOCASE

Manchmal hört man von Dingen und muss sich selbst im Nachhinein fragen, wie naiv man eigentlich war. Genau das Gefühl hatte ich nämlich, nachdem ich den Beitrag von arte: Kaufen für die Müllhalde gesehen hatte.

Im Beitrag geht es um geplante Obsoleszenz, ein Wort, von dem ich zuvor noch nie gehört hatte. Gemeint ist, dass sehr vielen Produkten das Verfallsdatum quasi schon einprogrammiert ist. Drucker nach x Drucken, Glühbirnen nach y Stunden.

Eine Werbezeitung aus den USA bringt es 1928 auf den Punkt:

„Ein Artikel der nicht verschleißt ist eine Tragödie fürs Geschäft“.

Vollkommen unaufgeregt zeigt der Film die Entwicklung der geplanten Obsoleszenz über die Jahrzehnte. Vom Glühlampenkartell, das weltweit dafür sorgte, dass Glühlampen nach 1.000 Stunden garantiert den Geist aufgaben und Firmen Strafen zahlen mussten, wenn ihre Produkte länger hielten, über das Aufblühen der Automobilindustrie über jährlich wechselnde Modelle bis zu unserer heutigen Konsumgesellschaft.

Die Konsumenten wurden dazu erzogen alles

  • ein wenig neuer
  • ein wenig besser und
  • ein wenig früher zu wollen.

Während man in good old Europe noch stolz darauf war, Produkte zu erzeugen, die ein Leben lang hielten, predigte man in den USA, dass Freiheit und Glück nur über grenzenlosen Konsum zu erreichen ist.

Grenzenloses Wachstum ist das Credo unserer kapitalistischen Gesellschaft. Und wir alle verhalten uns so, als ob dies wirklich ewig so weiter gehen könnte. Gegen Schluss des Films wird sehr drastisch gezeigt, wer die Leidtragenden unseres hemmungslosen Konsums sind. Die Länder, in die wir unseren Müll verschiffen. Ghana z.B. in das unser Elektroschrott exportiert wird, als angeblich gebrauchte Elektronik, dabei sind 80% der Güter nicht mehr zu reparieren.

Wie sagt es Serge Latouche, französischer Ökonom und Philosoph, Professor a.D. der Universität Paris-XI so schön im Film:

„An grenzenloses Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen glauben nur Verrückte und Ökonomen.“

Ein Ausweg aus diesem Dilemma? Unsere gesamte Gesellschaft scheint auf diesem Modell aufgebaut. Neben Gesetzen die vorschreiben würden, dass jedes Produkt mit seinem wirklichen Preis angeboten werden müsste, d.h. z.B. den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung in den Produktpreis mit einzurechnen, kann nur verstärktes Bewusstsein bei jedem Einzelnen einen Weg aus diesem Wahnsinn aufzeigen. In dem wir uns fragen, ob ungezügelter und nicht hinterfragender Konsum wirklich das ist, was unser Leben lebenswert macht und ob wir es so schaffen, unseren Kindern eine lebenswerte Welt zu hinterlassen.

Aber noch hat die Industrie vor hehre Vorsätze den geplanten Verfall ihrer Produkte gesetzt. So lange ein neuer Drucker wesentlich billiger ist, als die Reparatur, sind die Hürden für das reine Gewissen nicht nur im Bewusstsein, sondern ganz schnöde im Geldbeutel des Verbrauchers zu finden.

Bitte schaut euch den einstündigen Film an, es lohnt sich. Entweder gleich hier im Blog oder auf arte am Dienstag 24. Januar 2012 um 20.15 Uhr 
oder am Donnerstag 26. Januar um 14.40 Uhr

Interessante Links:

Personen die im Film zu Wort kamen:

Man kennt es ja von Spielen, wenn etwas nicht so läuft wie man will, dann drückt man einfach den Reset Knopf und beginnt noch mal von vorne. Oder früher, als man noch zu Schule ging: Im nächsten Schuljahr wird alles besser. Und der Jahresbeginn ist für viele ja ein willkommener Moment so einen kleinen Lebens-Reset durchzuführen  und die 12 niegelnagelneuen Monate und 365 unverbrauchten Tage mit ihren Möglichkeiten und Chancen zu nutzen. Die Anleitungen im folgenden Video sind immer nützlich, ob man mit seinen Zielen am Neujahr oder an jedem x-beliebigen Tag startet

Allen Blogleserinnen und Bloglesern wünsche ich ein gutes neues Jahr, angefüllt mit Glück, Zufriedenheit und Gesundheit und Herausforderungen die sich meistern lassen.

 

Nachtrag: In der FAZ kann man einen sehr guten Artikel lesen zum Thema gute Vorsätze: Warum gute Vorsätze so selten halten.

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an. Sehr coole Idee. Und was mich an all den gesammelten Fakten am meisten freut? Dass eines der Hauptworte, nach denen in meinem Blog gesucht wurde: Sonnenschein ist.

Und den wünsche ich gleich mal allen Leserinnen und Lesern für 2012.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Das Sydney Opera House bietet Platz für 2.700 Konzertbesucher. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 35.000 mal besucht. Das entspräche etwa 13 ausverkauften Konzertveranstaltungen im Sydney Opera House.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Ich halte nicht viel davon, sich an Silvester gute Vorsätze zu nehmen (um sie dann doch zu brechen :-) . Wenn man etwas ändern möchte oder neu anfangen oder aufhören, ist doch ein Tag so gut wie jeder andere. Wichtig ist nur, man fängt an und hält durch. Mit dem Rauchen habe ich auch nicht an einem 1.1. aufgehört sondern am 26.3. und im nächsten Jahr jährt sich der Tag zum 10. Mal.

Und wenn ihr euch etwas vornehmt, bitte denkt daran, dass es durchschnittlich 75 Wiederholungen braucht, bis das Gehirn eine neue Handlung wirklich gelernt hat und ca. 4 Wochen bis eine neue Gewohnheit im Gehirn verankert ist.

Wenn ihr also entschlossen seid, heute oder wann auch immer neue Gewohnheiten in euer Leben zu bringen, dann lest unbedingt die Serie: „Gewohnheiten ins Leben bringen“ von Alexandra Graßler, der Wissensagentur.

Und noch ein wirklich guter Artikel von der Wissensagentur, den man in diesem Zusammenhang unbedingt lesen sollte: Flourishing – Zeit zum Aufblühen im neuen Jahr

Wenn ihr euch aber etwas vornehmen wollt, wie wäre es mit den Weisheiten aus dem nächsten Video. Sie kommen vielleicht etwas platt daher, aber mal Hand aufs Herz, wie oft gehen wir durchs Leben und vergessen sie.

Und falls ihr in der Silvesternacht eure guten Wünsche per SMS verschicken wollt, solltet ihr vielleicht vorher den Artikel von der Wiwo lesen: Auswege aus dem SMS Silvester Stau.

Ich wünsche allen meinen Blogleserinnen und Bloglesern einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Lego Christmas treeThis is the most humble day of my lifeLego Royal weddingOccupy Wall StreetCharlie SheenMay all old soldiers rest in peace
Situation RoomMerkel & ObamaOccupy Space!Vignette a day: Steve JobsPolice sense of humour inside the window of their van : Lego riot police at the anti-EDL Protests, London, September 2011Libya MOC
Vignettes extravaganza no.1: woman with bombUnrest in Lego Townkidexpo paris 2011

The news in Lego 2011, eine Galerie von The Guardian on Flickr auf Flickr.

Geniale Idee von The Guardian, ein Jahresrückblick mit wichitgen Ereignissen nachgestellt mit Lego

Zum 5. Mal verwandelte sich Bachmichels Haus im Dezember in einen riesigen Adventskalender. Die wunderschönen Illustrationen rund um ein kleines Mäuschen, das ich Bachmichels Martha genannt habe und viele Weihnachtsleckereien, könnt ihr noch bis Mitte Januar an unserem Haus bewundern oder in dem folgenden Video. Gemalt wurden die Bilder, die nicht nur Kinderaugen leuchten liessen, von der saarländischen Grafik Designerin Bettina Weyland, bei der ich mich nochmals herzlich bedanken möchte.

Wie schon im letzten Jahr stammt die Musik von zero project, der Titel heisst Cradlesong. Danke auch an den Künstler für die Bereitstellung seiner Musik unter cc.

Zwei Meldungen in meiner Facebook Timeline haben mich heute morgen sehr zum Nachdenken gebracht. Die erste ist von Mirko Lange,  der nach seiner Selbstbeschreibung: Leidenschaftlicher Öffentlichkeits-ARBEITER und Inhaber der Münchner PR Agentur „talkabout communications“ ist, und dessen Beiträge ich in den Jahren unglaublich zu schätzen gelernt habe. Ganz selten ist mir jemand begegnet, der so klug und ausgewogen an Dinge herangeht, sich einen Überblick über die Fakten verschafft, gekonnt etwas dazu schreibt und die sich anschließende Diskussion souverän und intelligent meistert.

Mirko Lange schreibt also zu 2011:

Und ich dachte schon, es sei mit mir etwas in 2011 nicht in Ordnung gewesen. Aber jetzt gerade hat mir das heute-Journal geballt gezeigt, was 2011 so alles passiert ist

  • Tsunami in Japan
  • Atomkatastrophe in Fukushima
  • Staats-Bankrott Griechenlands
  • Krise des Euro
  • Revolution in Ägypten und Tunesien
  • Bürgerkrieg in Libyen
  • Skandal um zu Guttenberg
  • Aufregung um Wikileaks
  • Das Massaker in Norwegen
  • Fast wöchentlich schwere Naturkatastrophen
  • Untergang der FDP
  • Stuttgart 21
  • Occupy Bewegung
  • Tod von Steve Jobs
  • Aufregung um Wullf
  • Und jetzt zum Jahresende Kriegsgefahr im Iran

Und das sind längst nicht alle Ereignisse. Klaus Kleber sagte, es war das aufregendste Jahr, das er je gesehen hat. Es stimmt wohl: In 2011 ist so viel grausiges, kritisches, dramatisches und vor allem auch radikales passiert, dass es für 5 Jahre reichen würde.

Auch mein Jahr war ein wirklich schlimmes Jahr. Aber gemessen an dem, was in der Welt passiert ist, wieviele Menschen verhungert sind, ihr Obdach verloren oder „nur“ einen geliebten Menschen, gemessen daran, ist es ein Jahr, für das ich immer noch tief dankbar sein darf.

Die zweite Meldung die mich nachdenklich gestimmt hat, ist ein Beitrag von  Florian Felix Weyh auf Deutschlandradio Kultur und trägt den Titel: „Schämt euch“. Auch dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen, bei dem ein oder anderen fühle ich mich ertappt, vieles beobachte ich auch schon seit langem mit Kopf schütteln. Der Artikel bringt es auf alle Fälle perfekt auf den Punkt. Ein Auszug:

Schämt Euch, dass Ihr bei Discountern kauft, die Verkäuferinnen wie Sklaven behandeln. Schämt Euch, Euer Geld in Steuersparmodellen zu versenken, deren Verluste euch lieber sind, als das Geld dem Staat zu gönnen. Schämt Euch, billige Bücher zu fordern, während die Autoren weniger als Putzfrauen verdienen. Schämt Euch, Eure Putzfrau schwarz zu beschäftigen. Schämt Euch, die Rundfunkgebühren nicht zu bezahlen.

Genug Stoff um darüber nachzudenken und vielleicht in der Rückschau doch dankbar auf das Jahr 2011 zu blicken.

Im letzten Jahr hatte ich schon mal über die 12 Weihnachtstage (12 Twelve Days of Christmas) gebloggt. Damals hatte ich für den 1. Tag keine Entsprechung gefunden. Dank diesem Link weiß ich jetzt, dass der 1 .Tag für Jesus steht. Da hätte ich natürlich auch wirklich alleine drauf kommen können :-) .

Eine wunderschöne Version des Liedes findet ihr in diesem Video. Lasst euch überraschen.

Und hier noch  mal die Bedeutung der 12 Geschenke die der Liebste schenkt:

  1. Partridge in a pear tree – Jesus
  2. Turtle Doves (Turteltauben) - das Alte und das Neue Testament
  3. French Hens (französische Hennen) - GlaubeHoffnung und Barmherzigkeit, die theologischenTugenden
  4. Calling Birds (Kanarienvögel) - die vier Evangelien / die vier Evangelisten
  5. Golden Rings (Goldene Ringe) - das Pentateuch, die Geschichte des Sündenfalls
  6. Geese A-laying (legende Gänse) - die sechs Tage der Schöpfung
  7. Swans A-swimming (schwimmende Schwäne) - die sieben Gaben des Heiligen Geistes / die sieben Sakramente
  8. Maids A-milking (melkende Mägde) - die acht Seligpreisungen
  9. Ladies Dancing (tanzende Damen) - die neun Früchte des Heiligen Geistes
  10. Lords A-leaping (Moriskentänzer) - die zehn Gebote
  11. Pipers Piping (Dudelsackspieler) - die elf Apostel
  12. Drummers Drumming - die zwölf Glaubenssätze des Apostolischen Glaubensbekenntnisses

Herzlich willkommen…

in Bachmichels Haus, dem privaten Blog von Andrea Juchem.

Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. gerne direkt unter dem Artikel oder per Mail an:

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