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9 Jahre waren  es heute um 22.30 Uhr, dass ich die letzte Zigarette ausgemacht habe. Vorausgegangen ist eine 26-jährige Raucherkarriere. Und kaum jemand, der mich damals kannte, hätte auch nur einen Cent darauf gewettet, dass ich es diesmal schaffen würde. Aber ja ich habe es geschafft, und nein ich vermisse nichts, gar nichts. Und wenn ich  daran denke welchen Gesundheitsgefahren ich mich ausgesetzt habe, dann wird mir heute noch schlecht.

Mehr über meine Raucherkarriere im Blogpost: Von einer die auszog: das Rauchen zu verlernen.

Zur Feier des Tages ein paar interessante Artikel zum Thema

Und dann gibt es ja noch das Thema Radioaktivität und Rauchen. All die Raucher die soviel Angst vor Kernkraft und ihren Folgen haben, habt ihr euch schon mal klar gemacht, wieviel Radioaktivität ihr euch mit dem Rauchen aussetzt?

Wie im letzten Blogpost erwähnt rauche ich nun seit 8 Jahren nicht mehr. Direkt am ersten Tag habe ich mir ein kleines Programm auf den Rechner geladen, das mir seitdem sekündlich vorrechnet, seit welcher Zeit ich nicht mehr rauche, wie viel ich seit dem gespart habe und wie viele Zigaretten ich nicht geraucht habe, ach ja und wie viel länger ich lebe (wenn mir vorher nicht der Himmel auf den Kopf fällt :-))

Das Programm heißt Quit Meter und ist auf der auch sonst mit Tipps und Wissenswerten zum Thema Nichtrauchen gespickten Seite Silk Quit kostenlos downloadbar. Einziges Haar in der Suppe, das ganze geht nur für PC nicht für Mac.

Und hier nun meine Statistik:

Am 26. März 2002 um 22 Uhr habe ich meine letzte Zigarette geraucht. Einen Bericht dazu habe ich bereits letztes Jahr hier im Blog veröffentlicht. An diesem Jahrestag möchte ich euch ein paar gut gemachte Spots zum Thema: Quit Smoking zeigen. Ich wünsche allen Rauchern von Herzen, dass sie es schaffen, von dieser tödlichen Sucht loszukommen und hoffe für mich, das mich die Spätfolgen von 25 Jahren rauchen nicht doch noch einholen.

Aber bevor ihr euch die „lustigen“ Spots anschaut, lest doch mal für welche Umweltverschmutzung Raucher mit Zigarettenkippen sorgen: Aschenbecher Meeresgrund

Stop Smoking Ad aus England

Gefunden bei: Bitrebels

Aber warum immer so negativ, es geht doch auch positiv wie dieser Spot zeigt: „just stay focused on the positive“

Die 50 besten Antiraucherkampagnen, von denen auch das Eingangsmotiv stammt, findet ihr hier.

Wilma-2009_01

Asche auf mein Haupt: Da lebt man im Saarland. Liest jeden Morgen brav die (einzige) regionale Tageszeitung und muss von einer Hamburgerin @diemaschinistin via Twitter erfahren, dass der Wissenschaftssommer diesmal im Saarland stattfindet:

„…bildet er ein großes Wissenschaftsfestival mit mehr als 50 Einzelveranstaltungen. Wissenschaft im Dialog (WiD) organisiert den Wissenschaftssommer für die Zeit vom 20. bis 26. Juni 2009 gemeinsam mit Forschungsinstituten aus Saarbrücken. Bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen will WiD damit Neugierde und die Faszination für Wissenschaft und Forschung wecken.“

Leider hatte ich keine Zeit all die tollen Angebote wahrzunehmen, angefangen vom Zukunftsschiff der MS Wissenschaft bis hin zum Ausstellungszug „Expedition Zukunft“.

3646425591_0c579fbafd_mGereicht hat es aber bisher für die Teilnahme an etlichen Vorträgen im Rahmen der Wissenschaftslounge der Universität des Saarlandes und diverse Tests zum Thema Gesundheit zu absolvieren. So weiß ich nun, dass meine Lungenfunktion blendend ist (7 Jahre Nichtrauchen und 3 mal die Wochen joggen zahlen sich also doch aus), mein Grundumsatz an Kalorien erfreulich hoch, mein Blutzucker und Blutdruck hervorragend und mein BMI und Bauchumfang im Mittelfeld dessen was eine Frau in meinem Alter haben sollte.

Ein toller Nebeneffekt für mich war, dass ich gleich mehrere Twitterer kennenlernen konnte @ReinhardKarger, @ChristofBurgard und @schuehsch, alle vom DFKI.

Ich kann nur jedem empfehlen die Ausstellung auf dem Tbilisser Patz zu besuchen und am besten Kind und Kegel mitzubringen. Auch und gerade für Kinder gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Als geradezu dramatisch empfinde ich es auch, dass viel zu wenig Schulen Ausflüge zu dieser Veranstaltung unternehmen.

3646853381_0585e00f30_mVerschluckbare Kameras die eine Reise durch den Körper ermöglichen, Computer die Stimmungen und Geschlecht scannen können, virtuelle Reisen in 3D Räumen im Fraunhofer Truck, Supermarktszenarien der Zukunft und WII Konsolen mit denen man über Google Maps surfen kann beim DFKI, ein Frühstück im Freien mit Bart Simpson der Fakultät für Geschichts- & Kulturwissenschaften, am Stand der Max-Planck-Gesellschaft Gesichts-Morphing bei dem Kinder einen Blick auf das eigene Aussehen in fünf oder zehn Jahren werfen können. Das und noch unendlich viel mehr gibt es beim Wissenschaftssommer zu erkunden.

„Lass stecken“ der LZG Rheinland-Pfalz

Nichtraucherkamapgne "Lass stecken “Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz

Wann genau meine Raucherkarriere begann kann ich heute nicht mehr sagen. Es muss irgendwann 1976 gewesen sein. In unserer Klasse gab es entweder die Streberliesen (zu denen man mich beim allerbesten Willen nie zählen konnte) und die Coolen (zu denen ich mich gerne gezählt hätte)

Wann ich aufgehört habe hingegen, kann ich ganz genau datieren. Am 26. März 2002 um 22.30 Uhr habe ich die letzte Zigarette im Aschenbecher ausgedrückt.

Dass es wirklich die letzte war, daran habe ich damals nicht wirklich geglaubt. Zu oft hatte ich schon versucht aufzuhören und es mit Mark Twain gehalten der gesagt hat: „Mit dem Rauchen aufzuhören ist nicht schwer. Ich habe es selbst schon 100-MAL geschafft“

Und was habe ich nicht alles probiert. Mein erster Versuch war mit 18. Da habe ich mich akupunktieren lassen. 10 Minuten später musste ich ausprobieren ob die Zigaretten noch schmecken und ja das taten sie. Neben weiteren Versuchen das Rauchen mit Hilfe von Akupunktur aufzugeben, habe ich

*mich hypnotisieren lassen
* Das dünne und das dicke  Buch von Allen Carr Endlich Nichtraucher gelesen
* Den Kurs von Allen Carr besucht
* Mir irgendwelche merkwürdigen Substanzen ins Ohr spritzen lassen
* langsam reduziert (bis auf 5 Zigaretten am Tag)
* die Schlusspunktmethode ausprobiert

 Und heute, 7 Jahre später, als überzeugter und glücklicher Nichtraucher, kann ich eins sagen, die beste Methode hilft ohne den festen Willen aufzuhören gar nichts.

Mein fester Wille aufzuhören ist mit Sicherheit dem ständigen Quengeln meines Sohnes zu verdanken, der unbedingt wollte, dass ich aufhöre. Und so habe ich auch den Vorabend seines 8. Geburtstages als Ausstiegsdatum gewählt. In der einschlägigen Fachliteratur steht, man solle sich einen stressigen Zeitpunkt wählen, denn wenn man es dann schaffen würde, hätte man gute Chancen durchzuhalten. Und ein Jungen-Geburtstag mit 8-Jährigen zählt definitiv in diese Kategorie. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Auch diesmal ließ ich mich akupunktieren und zusätzlich habe ich in der 1. Woche noch Nikotinpflaster geklebt. Und siehe da, es hat gewirkt. Hatte ich mich in den letzten 25 Jahren durch nichts vom Rauchen abhalten lassen, weder durch Schwangerschaften, noch durch Krankenhausaufenthalte und Lungenentzündung, ist es mir diesmal geglückt. Am Anfang war es ein Hangeln von Tag zu Tag. Wann der Zeitpunkt kam, an dem ich nicht mehr darüber nachgedacht habe, dass ich ja jetzt rauchen könnte/müsste/sollte, ich kann es nicht mehr sagen.

Fakt ist, ich genieße mein Nichtraucherdasein ohne volle Züge zu genießen.

Auf dem Desktop habe ich seit dem 1. Tag ein kleines Programm von Silkquit liegen, dass mir vorrechnet wie lange ich schon nicht mehr rauche, wieviel länger ich nun lebe, wieviel Geld ich gespart und wieviele Zigaretten ich nicht geraucht habe. Hier nun meine persönliche 7 Jahres Nichtraucher Bilanz.

Seven years, 0 minutes and 1 second. 76710 cigarettes not smoked, saving 15.342,00 €. Life saved: 38 weeks, 8 hours, 30 minutes

 

Ob mir was gefehlt hat, ganz im Gegenteil…

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